130880


Neuigkeiten aus Zoo und Verein




Gesucht Zeitzeugen und historische Fotos


5. Juli 2018: Im kommenden Jahr feiert der Zoo Hoyerswerda "Geburtstag". Anlässlich des 60-jährigen Bestehens will der Zoo gemeinsam mit Besuchern, Aufbauhelfern und Freunden auf eine Zeitreise in die Vergangenheit gehen.


Gesucht werden Hoyerswerdaer, die beim Aufbau der Gehege mit angepackt und zum Beispiel mit ihren Brigaden Extraschichten geschoben haben, sowie Stammgäste, die dem Zoo seit vielen Jahren verbunden sind. In Interviews sollen Erinnerungen, Anekdoten und Erlebnisse dieser Zeitzeugen festgehalten werden, damit auch künftige Generationen erfahren, wie der Tiergarten in Hoyerswerda einst entstand und zum beliebten Ausflugsziel heranwuchs. Zeitzeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 03571/4763700 oder per E-Mail (zoo@zookultur.de) zu melden.


Eines der begehrtesten Foto-Motive im Zoo Hoyerswerda sind die Bronze-Ziegen, die am Tigergehege stehen. Generationen von Kindern haben auf der Skulptur Platz genommen und die Momentaufnahmen sind in zahlreichen Fotoalben verewigt. Im Rahmen der Feierlichkeiten zu „60 Jahre Zoo“ ist eine Foto-Ausstellung geplant, bei der genau diese Motive aus den vergangenen Jahrzehnten gezeigt werden sollen.

Das Zoo-Team freut sich auf Ihre Ziegen-Bilder ebenso wie auf andere alte Fotos aus dem Zoo. Die Aufnahmen können unter Angabe der Kontaktdaten per E-Mail unter zoo@zookultur.de schicken oder auf dem Postweg an Zoo Hoyerswerda, Am Haag 20 in 02977 Hoyerswerda, gesendet werden.


 

 

 

 

Bären beim Spielen




Wildkamele in Gefahr


26. Juni 2018: Zoo und Artenschutz gehören zusammen. Das sagt der Zoologische Leiter Eugène Bruins nicht allein, er lebt es auch. Und so hat er bei der Einweihung der neuen Anlage für Kamele, Lamas und Esel im Zoo Hoyerswerda genutzt, um öffentlichkeitswirksam ein Schild zu enthüllen, das auf die bedrohten zweihöckrigen Wildkamele hinweist. Kamele seien nicht allein Dromedare und Trampeltiere, sondern die Wildkamele seien eine dritte Art, die unbedingt geschützt gehört, erfahren die Gäste. 


Lediglich 1000 Tier soll es noch in Zentralasien, vornehmlich in der Mongolei und China, geben. Der Lebensraum der Tiere sei gefährdet, da ihr Weideland eingeschränkt werde und somit auch ihr Zugang zu Wasserressourcen. Die Wildkamele gehören bei den großen Säugetieren zu den bedrohtesten Arten. 


Eugène Bruins hat eine Initiative der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz in Zusammenarbeit mit dem Verein Altweltkamele aufgegriffen. Während der Mitgliederversammlung der ZGAP im vergangenen April in Hoyerswerda verkaufte er Knollen der Teufelszunge. 35 Knollen waren das. Den Erlös stellte er für ein Projekt zur Unterstützung der Wildkamele zur Verfügung. Nun werden auch die Besucher im Zoo Hoyerswerda um Unterstützung gebeten und auf die Gefahren für die imposanten Säugetiere hingewiesen. "Das finde ich sehr wichtig", sagt Eugène Bruins und hofft, dass seine Aktion möglichst viele Unterstützer findet.

 

 

 

 

Eugène Bruins bei der Einweihung des Schildes.

 

 

 

 

 

Mehr als eine Einweihung


26. Juni 2018: Erste die Kamele, dann die Lamas und schließlich die Esel. Sie alle haben am 26. Juni ein neues Gehege im Zoo Hoyerswerda offiziell beziehen können. Der Zoologische Leiter Eugène Bruins begrüßte die beiden Kameldamen mit Möhren. Das Gehege ist großzügig, der neue Stall, der den beiden Trampeltieren und den sieben Lamas ein Zuhause bietet, ebenfalls. Die Lebensbedingungen für die Tiere konnten dadurch verbessert werden, jene für die Tierpfleger ebenfalls. Rund drei Jahre hat es von der Planung bis zur offiziellen Einweihung am Dienstag gedauert. Das bisherige Kamelhaus wird künftig als Unterkunft für die fünf Esel genutzt.

 

 

 

 

Neue für Kamele, Lamas, Esel


1  


Doch die Veränderungen sind weit mehr als eine Einweihung, denn jetzt sind die Voraussetzungen geschaffen, dass auf der bisherigen Kamelanlage der neue Wirtschaftshof des Zoos entstehen kann. Das ist wiederum Grundlage, um bei der Umgestaltung in einen Geo-Zoo voranzukommen, vor allem mit den  Afrika- und Asien-Bereichen, erläuterte Eugène Bruins. Wann mit dem Bau des Wirtschaftshofs begonnen werden kann, dafür gibt es noch keinen Termin. Doch es ist eine wichtige Etappe, dass dafür die Voraussetzungen geschaffen werden konnten.


Daran Anteil haben auch Mitglieder und Freunde des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda. Sie hatten während des Frühjahrsputzes jene Areale in Ordnung gebracht, auf denen jetzt die Tiere ihre Ausläufe haben.


"Sie freuen sich über die großzügigen Anlagen", ist der Zoologische Leiter überzeugt. Er fügt an, dass er keinen Zoo kenne, der seinen Lamas ein Badebecken bieten kann, in dem sie nicht allein mit den Beinen stehen, sondern sich ganz erfrischen können. Am Dienstag, zumindest vor Publikum, hatten die Lamas noch keine Lust auf ein Bad. Da war das frische Grün auf der Anlage interessanter. Und die beiden Kameldamen schauten ihren künftigen Mitbewohnern zu, wie sie die Anlage erkundeten. In einigen Wochen, nach der Eingewöhnungsphase, werden die Tiere, Kamele, Lamas und Esel, die Durchgänge passieren und den gesamten Bereich von immerhin 2300 Quadratmetern nutzen können. 


Die Gehege wurden mit neuen Schildern mit interessanten Informationen versehen. Und Besucher können sich sogar mit den beiden Kameldamen auf einem Selfie verewigen. Dafür steht ein Aufsteller, der die beiden Trampeltiere zeigt, bereit. Die Tiere darauf bewegen sich nicht, so dass zumindest aus der Sicht verwacklungsfreie Bilder garantiert sind. Da muss der Besucher nur noch eine ruhige Hand haben. 


Es gibt also wieder mehrere Gründe, den Zoo Hoyerswerda zu besuchen.



Hilfe für den Wachschutz 

  

Graureiher

31. Mai 2018: Der Wachschutz im Zoo Hoyerswerda hat am Wochenende tierisch starke Unterstützung bekommen. In der Nacht zum Sonntag hatten sich fünf Personen aus dem Raum Hoyerswerda Zutritt zum Zoo verschafft und waren lautstark zwischen den Gehegen herumgelaufen. Daraufhin schlugen die Graureiher, die in den Baumkronen auf dem Zoogelände nisten, vehement Alarm. Ein Mitarbeiter der Zoo, Kultur & Bildung Hoyerswerda gGmbH, der zu diesem Zeitpunkt am Zoo vorbei lief, wurde durch den ungewöhnlichen Lärm der tierischen Alarmanlage aufmerksam, bemerkte die Eindringlinge und verständigte die Polizei. Die Einsatzkräfte griffen die Tatverdächtigen kurz darauf in der Altstadt auf. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

 

Wie die Personen in der Nacht auf das Zoogelände gelangten und auf welchem Wege sie es wieder verlassen haben, ist noch unklar. Der Zoo Hoyerswerda wird Anzeige erstatten. Zugleich warnt die Einrichtung mögliche Nachahmer vor: Zoo und Schloss sind alarmgesichert und werden täglich mehrfach in unregelmäßigen Abständen von einem Wachschutz kontrolliert.

 


Interview mit Eugène Bruins 

 

28. Mai 2018: Was gibt es Neues im Zoo Hoyerswerda? Wir unterhielten uns mit dem Zoologischen Leiter Eugène Bruins.


Wie kommen die Tiere mit den hohen Temperaturen zurecht? 

Eugène Bruins

Bruins: Um die hohen Temperaturen für die Zootiere erträglicher zu machen, stellen die Tierpfleger einige Abläufe um und bieten ihren Schützlingen auch das eine oder andere Extra zur Abkühlung. Die wichtigsten Grundregeln sind wie bei uns Menschen auch; möglichst viel Schatten und immer genug trinken. Deswegen bleiben bei vielen Tieren die Türen zum kühlen Innenstall offen und die Tierpfleger achten darauf, dass in Gehegen ohne automatische Tränken immer genug Wasser vorhanden ist. Denn natürlich trinken die Zootiere bei hohen Temperaturen auch mehr als sonst. Bei einigen Tieren wie den Bären oder Ottern ist der erfrischende Pool gleich ins Gehege mit eingebaut worden. Die Pinguine genießen ihr Wasserbecken zwar auch, an richtig heißen Tagen reicht ihnen der Sprung ins kühle Nass aber nicht aus. Dann bekommen sie von den Tierpflegern einen Rasensprenger ins Gehege gestellt, damit sich die gesamte Anlage abkühlt.


Die Lamas machen bei der großen Hitze auch gerne ausgedehnte Pausen. Ihre dicke Wolle hält dabei aber ganz schön warm. Deswegen bekommen sie als besonderen Service ab und an eine kühle Dusche von den Tierpflegern. Außerdem nutzen sie gerne ihre Wasserbottiche als erfrischendes Fußbad. In das neue Gehege, das 26 Juni eröffnet wird, ist sogar ein Badebecken für die Lamas eingebaut, die werden sich freuen. Wie auch Emu "Hilde" sich freut, jedes Mal wenn sie neues Wasser in ihr Badebecken bekommt. Dazu haben wir  ein Video  erhalten von Tierpflegerin  Carolin Adler, das sie uns über Facebook geschickt hat.

https://www.facebook.com/Zoo.HY/videos/1899245440085772/


Die Erdmännchen sind eigentlich echte Sonnenanbeter, die gerne ein ausgedehntes Bad in der Sonne nehmen. Wenn es selbst ihnen zu heiß wird, dann machen sie ein kurzes Nickerchen in ihren kühlen Erdhöhlen oder machen einen Abstecher in den isolierten Stall, um sich an der Snackbar zu bedienen. Als kleine Geheimwaffe gegen heiße Tage geben die Tierpfleger den Raubtieren auch mal ein Eis aus. Die Geschmacksrichtungen sind allerdings gewöhnungsbedürftig. Bei Raubkatzen darf es gerne gefrorenes Blut mit oder ohne Fleischstücke sein, denn Katzen haben kein Interesse an Süßem. Die Bären lieben Eis aus Obst, Nüssen und Fleischbrocken, die in Brühe eingefroren wurden. Eine große Erleichterung für alle sind natürlich auch die großen, alten Bäume im Zoo, die für angenehmen Schatten sorgen.

Die Hitzestrategien von Mensch und Tier unterscheiden sich also recht wenig. Aber über Besuch freuen sich die Zootiere bei jedem Wetter.


Welche Vorhaben stehen derzeit bei Ihnen an erster Stelle?

Bruins: Die letzten Arbeiten laufen an der neuen Kamel/Lama/Esel-Anlage. Die Eröffnung ist, wie erwähnt, für den 26. Juni geplant. Sehr freue ich mich, dass der Verein der Zoofreunde dabei unterstützt, einen Teil der Pinguinanlage für Besucher begehbar zu machen. Ich hoffe sehr, dass wir dieses Projekt noch 2018 verwirklichen können. Sehr wichtig für uns ist, dass wir auf weitere Spenden Spenden hoffen, um den Bau einer Leopardenanlage verwirklichen zu können. Diese würden wir uns gern Anfang 2019 schenken, zum 60-jährigen Bestehen des Zoos Hoyerswerda. Das wäre doch wunderbar, wenn wir das hinbekommen, ein modernes Leopardengehege für San und BaoBao. Außerdem wäre das ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der dieser bedrohten Art. 


Außerdem: Die Schlossbrücke wird gerade saniert. Wahrscheinlich ist sie im August Juni fertig. Möglichst in der zweiten Hälfte im Juni sollen die  Flamingos und Pelikane wieder aus dem Schlossgraben kommen. Wir planen eine Übernetzung vom Flamingogehege. Das würde es möglich machen, dass  die Tiere auch nachts draußen bleiben und dann auch brüten können. Das Schildkrötenhaus wird in diesem Jahr saniert. Auch das wird zu Verbesserungen führen. 


Was sollten sich die Leute derzeit unbedingt ansehen?

Bruins: Alle Jungtiere: Sehr erfreulich ist, in der letzten Woche sind zwei Weißbüscheläffchen im Tropenhaus geboren. Meistens findet man die Elterntiere in drei Meter Höhe auf der Heizung. Weitere Jungtiere gibt es bei den Kranichen (2), bei den Erdmännchen (1), bei den Bankivahühnern (4), bei den Silberfasanen, beim Steinkauz, bei den Quessantschafen (3), bei den maras, den Kängurus, den Kaiserschnurrbarttamarinen (2) und den Igeltanreks (6). Von den Krokodilen gibt es Eier. Hoffentlich gelingt es, die vier Stück auszubrüten. Andere Zoos haben Interesse an Krokodilnachwuchs. 


Gibt es Neuzugänge bei Tieren?

Bruins: Geplant ist eine neue Gruppe von Madagaskar Taggeckos. Nach der Quarantäne ist vorgesehen, ein Männchen und zwei Weibchen zu  den Fidschileguanen zu setzen. Wir haben auch Tiere an andere Zoos abgegeben. Berlin bekam ein Paar von den Bankivahühnern und 50 Laubfrösche, die Wilhelma in Stuttgart 20 Laubfrösche, 50 Kaulquappen und einen Basilisken. Der Schwarzwaldpark hat ein Stachelschwein-Pärchen erhalten. Für uns bedeutet das übrigens, dass es bald wieder junge Stachelschweine geben könnte..

  

Mit Harke, Schere und Schubkarre 

 

 

14. April 2018: Das Wetter am Sonnabendmorgen, 14. April,  ließ noch Zweifel aufkommen. Würde das Vorhaben Frühjahrsputz im Zoo durch den Verein der Zoofreunde verwirklicht werden können? Regen ist nun mal für solch eine Aktion kein guter Begleiter. Doch je näher die Startzeit rückte, umso schöner wurde es. Von Regen keine Spur mehr, die Sonne lachte. Das wirkte sich auf die Stimmung aus, als Vereinsvorsitzender Karsten Bormann und der Zoologische Leiter Eugène Bruins die Teilnehmer begrüßten. 35 Leute fanden sich ein, um ihren Beitrag zur Verschönerung des Zoos zu leisten. Die Aufgaben waren schnell verteilt.

 

Auf der einen Seite des Zoos, unweit des Haupteingangs, war Sichtschutz am Zaun anzubringen, auf der anderen mussten die Reste Wilden Weins und wilde Sträucher weichen, damit auch hier weitere Arbeiten für eine ansprechende Außenansicht fortgeführt werden können. Blumenzwiebeln waren zu stecken, so Gladiolen.  Natürlich waren auch Laub und Winterschmutz zu beseitigen. Vor allem in einem Graben am Lama-Gehege hatte sich reichlich davon angesammelt. Da füllte sich Schubkarre um Schubkarre. Die Lamas fanden das spannend. Immer wieder schauten sie vorbei, wie weit die Arbeiten gediehen waren. Ivo Fuchs bot wieder uneigennützig seine Spezialdienste an, um dem Zoo dabei zu helfen, das Wasserbecken dicht sind. Der Verein hatte zudem drei Bäume gekauft, die in die Erde kommen sollten und nun ihren Platz am Känguru-Gehege oder daneben haben, der Baum des Jahres 2018, eine Esskastanie, sowie eine Platane und eine Kornelkirsche.

 

Sehr zufrieden von dem Arbeitsergebnis zeigten sich Karsten Bormann und Eugène Bruins zu Mittag. Wieder war viel geschafft worden. Stück für Stück werde der Zoo schöner, freute sich Eugène Bruins. Er bedankte sich auf besondere Weise bei den Teilnehmern des Frühjahrsputzes. So erlebten sie nach dem Imbiss am "Sambesi" im Tropenhaus eine Fütterung der Kuba-Krokodile, lernten die Neuzugänge im Tropenhaus kennen und durften in die Kinderstube bei Familie Igeltanrek schauen. Sechs Jungtiere waren hier auch für das Zoopersonal überraschend zur Welt gekommen.

 

Eugène Bruins lud bereits jetzt zum Herbstputz, wahrscheinlich am ersten November-Sonnabend, ein. Da steht viel Arbeit an. Nicht allein wegen des Laubs, das dann womöglich herunter gefallen ist. Es sollen Vorbereitungen für eine Blütenpracht im Frühjahr 2019 getroffen werden. Blumenzwiebeln sind zu stecken. Sie sind bereits geordert: rund 24 000 Stück.

 

 

 

 

Frühjahrsputz im Zoo



 

 

 

Osterführung am Karfreitag

 

25. März 2018: Am Karfreitag, 30. März, wird wieder zum Osterspaziergang in den österlich dekorierten Zoo Hoyerswerda eingeladen. Bei den kommentierten Führungen um 10 und 14 Uhr haben die Besucher die Möglichkeit, allerhand Neues zu erfahren.

 

Erst seit kurzem sind im Tropenhaus wieder die Weißbüschelaffen für den Besucher hautnah zu erleben. Die Schnee-Eulen sind innerhalb des Zoos umgezogen und leben nun in einer großzügigen Voliere direkt neben den Pelikanen. Der erste Nachwuchs des Jahres zeigt sich auch schon. Gleich zwei Jungtiere gab es bei den Kaiserschnurrbarttamarinen, drei kleine Bennett-Kängurus befinden sich in den Beuteln der Mütter, bei den Maras erblickte bereits ein Jungtier das Licht der Welt und ein Pinguinpärchen brütet ein erstes Ei aus.

 

Erdmännchen mit Ei

Natürlich gibt es auch die ein oder andere Geschichte zu den Zoobewohnern. Denn wer möchte nicht gern wissen, was die Bärenbrüder Björn und Bengt zu Ostern so treiben? Oder ob Erdmännchen gerne Ostereier mögen? Und welches Tier legt überhaupt Eier und warum? Antworten auf diese und andere Fragen erhalten die Besucher bei den geführten Rundgängen am Karfreitag. Zudem gibt es  kleine Osterleckereien für Mensch und Tier. Auf Grund des großen Andrangs in den vergangenen Jahren bietet der Zoo wieder zwei Führungen, jeweils um 10 Uhr und 14 Uhr, an.

 

Osterspaziergang im Zoo Hoyerswerda
Start: 10 Uhr und 14 Uhr
Erwachsener 8 Euro, Kind 5 Euro
Familien ab 14 Euro
Treffpunkt: Vor der Tropenhalle


Vorstand ist gewählt

 

 

Karsten Bormann

21. März 2018: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda wird auch in den nächsten vier Jahren von Karsten Bormann geführt. Darauf hat sich das Gremium in seiner konstituierenden Sitzung verständigt. Zuvor war den Kandidaten jeweils einstimmig in der Mitgliederversammlung im Schloss Hoyerswerda das Vertrauen ausgesprochen worden. Als Stellvertreter des Vorsitzenden ist weiterhin André Jakubetz tätig, Schatzmeisterin ist Brigitte Trunte, Schriftführerin Evelyn Blut. Als Beisitzer gehören dem Vorstand an Michael Ratzing, Karl-Heinz Seitz, Frank Grommisch und, wie in der Satzung geregelt, der Zoologische Leiter Eugène Bruins. Als Buch- und Kassenprüfer wurden Christian Frank und Thomas Gröbe gewählt.

 

Von den Mitgliedern waren zuvor der Arbeitsbericht des Vorstands und das Ergebnis der Buch- und Kassenprüfung gebilligt worden. Dem Vorstand wurde Entlastung für das zurückliegende Jahr erteilt. Außerdem bestätigte die Mitgliederversammlung den Finanzplan, der auf die weitere Unterstützung des Zoos sowohl bei baulichen Vorhaben als auch bei Veranstaltungen bis hin zum 40.Tiergartenfest ausgerichtet ist.

Karsten Bormann wies darauf hin, dass der Verein auch 2017 maßgeblichen Anteil an der Modernisierung des Zoos getragen und erfolgreiche Projekte abgeschlossen hat. Dazu zählen die Sanierung von Wasserbecken, ein neuer Fußboden in der Besucherhütte an der Bärenanlage und die Umgestaltung des Aquariums in der Tropenhalle.

 

Zu den Besonderheiten im Vereinsleben gehörte der im Dezember organisierte Vortrag, in dem Dr. Dieter Hohmann, der heute in Delitzsch lebt, von seinen Erlebnissen als Direktor vom Zoo Hoyerswerda berichtete. Da auch der einstige Direktor, Dr. Werner Jorga, und der heutige Zoologische Leiter Eugène Bruins daran teilnahmen, konnten den interessierten Besuchern 40 Jahre lebendige Zoogeschichte präsentiert werden. Der Vorsitzende bedankte sich ausdrücklich beim Zoo-Team, das mit viel Engagement neben seiner eigentlichen Arbeit zusätzliche Aufgaben zur Bereicherung des kulturellen Lebens in der Stadt bewältigt habe.

Der Zoologische Leiter Eugène Bruins hatte in der Diskussion mit einer kleinen Video- und Bilddokumentation an das vergangene Jahr erinnert und auf die ersten Wochen 2018 geschaut, die dem Zoo schon einige Jungtiere beschert haben.

 

 

 

 

 

Olaf Zinke

Nach der Mitgliederversammlung referierte Olaf Zinke vom Elementarium in Kamenz zu den Galapagosinseln. Er hatte dabei nicht allein die Besonderheiten in der Tierwelt im Blick, sondern ging auch ausführlich auf die Bedrohungen durch die Menschen, den Tourismus und den Müll ein, Gerade der Abfall bedeutet eine große Gefahr für Fauna und Flora.

 

 

Als nächster Termin im Arbeitsplan des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda ist der 14. April festgehalten. Da wird zum Frühjahrsputz eingeladen. Los geht es um 9 Uhr. Treffpunkt ist wie in den Vorjahren vor dem  Tropenhaus..


 

 Gezählt, gemessen, gewogen

 

8. Februar 2018: Der Zoo Hoyerswerda beherbergt zum Inventurstand (31.12.2017) insgesamt 1048 Tiere in 108 Arten bzw. Haustierrassen. Bei vier Revieren und vielen unterschiedlichen Tieren ist das Zählen nicht so einfach. Am schwersten hat es das Vogelrevier zu dem Fische, Insekten, Amphibien, Reptilien und natürlich die Vögel zählen. Während die Frösche noch teilweise ruhig verharren, dafür sich aber gut tarnen können, sind die Fische recht flink im Wasser unterwegs. Um sie aber dennoch zählen zu können, wird ein Foto gemacht und die Tiere darauf gezählt. Für die drei anderen Reviere, die meist die größeren Säugetiere betreuen, reicht manchmal ein einfacher Blick um zu schauen, ob alle ihre Schützlinge da sind. So wie die zwei Braunbären Björn und Bengt oder die zwei Trampeltierstuten Gerda und Jeannie. Allerdings gibt es auch bei den Säugetieren besonders flinke Kandidaten. Bei den Totenkopfaffen ist deshalb Geduld und ein gutes Auge gefragt. Während sie von einer Klettermöglichkeit zur anderen springen, versuchen die Tierpflege sie nicht nur zu zählen, sondern auch zu unterscheiden.

 

„Zusätzlich zum Zählen bietet sich bei einer Inventur auch gleich die Gelegenheit für einen Gesundheitscheck der Tiere. Wenn es möglich ist, überprüft man auch Gewicht und Größe, die Auskunft über das Wohlbefinden des Tieres geben können.“, erläutert der Zoologische Leiter Eugène Bruins. Bei der Kontrolle der Fidschi Leguane ist das Männchen dem Weibchen immer voraus. Er wiegt zehn Gramm mehr und ist einen Zentimeter länger als seine Partnerin. Sie wiegt normale 140 g und ist 16 cm (ohne Schwanz) lang.

 

Der leichte Rückgang der Individuen erklärt sich mit der planmäßigen Reduzierung von einzelnen Insekten wie Fauchschaben, Rosenkäfern und Gespenstschrecken. Dafür kamen aber bei den Fischen und Säugetieren neue Tiere hinzu. Besonders der Zuchterfolg des letzten Jahres bei insgesamt zwanzig Arten führte zu einem Anstieg der einzelnen Individuen. Darunter drei Kängurus, zwei Stachelschweine, drei Ouessantschafe, vier Totenkopfaffen und vier Erdmännchen. Die größere Anzahl der Tierarten hat vor allem mit dem Aquaterrarium zu tun. Dort wurden insgesamt zehn neue Arten angeschafft wie der Schwarze Teufelsrochen oder der Stirnlappenbasilisk. Aber auch Emudame Hilde, zwei Kolkraben und die Kubafinken sind gänzlich neue Arten in 2017 gewesen.

 

Weitere neue Bewohner im Zoo Hoyerswerda sind unter anderem Fischotter Baltazar, ein Fennekmännchen, ein Marabock, zwei Bennettkänguruweibchen, Zwergflussdame Paula und ein Erdmännchenmann. Aber auch komplette Pärchen fanden hier ihr Zuhause wie Goldfasane, Silberfasane oder Weißbüscheläffchen.

  

 

 

                            

 

Individuen

Arten

Wirbellose

361

10

Fische

313

18

Amphibien

36

1

Reptilen

44

18

Vögel

124

28

Säugetiere

170

33

 

 

 

Übrigens: Das älteste Tier im Zoo Hoyerswerda ist die Galápagos-Riesenschildkröte Jolante mit 58 Jahren. Das schwerste Tier ist Trampeltierstute Jeannie mit ca. 500 kg. Die wohl kleinsten Säugetiere im Zoo Hoyerswerda sind die Zwergmäuse. Die jüngsten Zoobewohner sind zwei kleine Kaiserschnurrbarttamarine, die erst Ende Januar geboren wurden. Am längsten leben vier Flamingos in Hoyerswerda, sie kamen bereits 1981 in den Zoo.

Nachwuchs bei Bartträgern

 

6. Februar 2018: Noch keine zwei Wochen alt ist der jüngste Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda. Erst vor kurzem erblickten zwei kleine Kaiserschnurrbarttamarine das Licht der Welt. Die nicht einmal zehn Zentimeter großen Krallenaffenjungtiere sind bereits der zweite Nachwuchs des Zuchtpärchens. Das ältere Geschwisterchen kam erst Ende Juli 2017 zur Welt. Noch steht das Geschlecht der Zwillinge nicht fest. In ihrer Anlage direkt hinter den Pinguinen sind sie aber bereits zu sehen.

 

Zurzeit ist der Lieblingsort des Affennachwuchses der Rücken des Papas und das kann auf Dauer ganz schön anstrengend werden. Bis zu sieben Wochen verbringen die Jungtiere auf dem Rücken der Erwachsenen. Erst danach werden sie selbstständiger und erkunden ihre Umwelt. Die Mutter nimmt das Jungtier nur zum Säugen. Für die Aufzucht ist der Rest der kleinen Gruppe verantwortlich. Auch das Jungtier des letzten Jahres übernimmt schon Verantwortung. Den prägnanten weißen Schnurrbart, der an Kaiser Wilhelm erinnert und den Affen ihren Namen gab, ist auch jetzt schon leicht sichtbar.

 

 

 

 

 

Kaiserschnurrbarttamarine sind in den Regenwäldern des Amazonas und seinen Nebenflüssen in Bolivien, Brasilien und Peru beheimatet. Die kleinen Affen ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Baumsäften und kleinen Insekten. Tamarine leben in kleinen Gruppen verwandter oder fremder Affen zusammen. Nur das dominante Weibchen pflanzt sich mit allen Männchen fort. Zwillingsgeburten sind bei den kleinen Krallenaffen die Regel. Somit ist die Chance, dass ein Jungtier überlebt größer. Kaiserschnurrbarttamarine können bis zu 20 Jahre alt werden.

 

 

 

Über 100 000 Besucher

 

23. Januar 2018: Zoo und Schloss Hoyerswerda konnten im vergangenen Jahr 106 456 Besucher begrüßen. Zwar liegen die Gesamtbesucherzahlen etwas unter denen des Vorjahres, jedoch trug das erfolgreiche Zoojahr dazu bei, dass der erwartete Rückgang der Besucher auf Grund der Sanierung des Schloss und Stadtmuseums Hoyerswerda und die damit verbundene zeitlich begrenzte Schließung des Schlosses in den Sommermonaten nicht so hoch ausfällt, wie zu befürchten war.

 

Seit Mitte Juni war das Schloss bis Anfang September für die Besucher nicht zugänglich. Mit Beginn der Sanierung im März waren zwar das ErlebnisReich und einige Teilbereiche geöffnet, jedoch musste der gesamte linke Flügel für die Zeit der Baumaßnahmen geschlossen bleiben. Um für die Besucher dennoch attraktive Sonderausstellungen zu ermöglichen, wurden auch auf Räumlichkeiten außerhalb des Museums zurückgegriffen wie im Frühjahr die Postkartenausstellung „Geliebte Sidonie“ im Lichthof des Alten Rathauses. Aber auch das Foyer des Schlosses wurde mit einer interessanten Ausstellung - "Strandkreationen-Strandkreaturen"- im September bestückt. Und auch eine weihnachtliche Sonderpräsentation im Dezember lockte die Besucher ins Museum. Die Besucher der Sonderausstellungen konnten technisch jedoch nicht erfasst werden und finden sich dementsprechend in der Gesamtbesucherzahl auch nicht wieder. Besucherstarke Großveranstaltungen wie Mittelalterfest und Weihnachtsmarkt als auch Hochzeiten und private Feierlichkeiten konnten durch die Sanierung nicht stattfinden. Trotzdem ist man im Schloss und Stadtmuseum mit den Besucherzahlen voll zufrieden. Für dieses Jahr wird mit Fertigstellung des LehrReichs, einem weiteren Teil der neuen Dauerausstellung des Stadtmuseums, eine zusätzliche Attraktion zu sehen sein.

 

Für den Zoo Hoyerswerda war das Jahr 2017 ein gutes Jahr. Neue großzügige Anlange und Veranstaltungen zogen mehr Besucher in den Zoo als im Vorjahr. „Mit unseren neuen Attraktionen und Großveranstaltungen konnten wir dieses Jahr mehr Besucher im Zoo begrüßen, als in den Vorjahren“, äußerte sich ZooKultur Geschäftsführer Arthur Kusber über die positive Entwicklung. Fast 50 % mehr Besucher konnten sowohl das Tiergartenfest als auch die Tierische Halloween-Party verbuchen. Aber auch die neue begehbare Känguruanlage mit der dort wohnenden handzahmen Emudame Hilde, das neue Weißschwanzstachelschweingehege mit Futtertisch oder das neue Aquaterrarium sorgten vor allem in den Sommermonaten Juli bis September für zahlreiche Besucher im Zoo Hoyerswerda. Ein lauer Oktober bescherte ebenfalls besucherstarke Tage. Auch in diesem Jahr erhalten einige Zoobewohner neue und großzügige Anlagen. Bereits im Frühjahr können die Besucher die Schneeeulen in ihrer neuen Voliere direkt neben den Pelikanen besuchen. Für Trampeltiere und Esel heißt es ebenfalls Sachen packen für einen Umzug innerhalb des Zoos. Im Tropenhaus können die Besucher wieder mit freilaufenden Weißbüscheläffchen auf Tuchfühlung gehen.

 

Erfreulich ist auch die Tendenz zu mehr Jahreskarteninhabern. Fast 600 Inhaber besuchten Zoo und Schloss durchschnittlich zehnmal im Jahr und haben damit alles richtig gemacht. Schon ab dem vierten Besuch rechnet sich die Dauerkarte, welche damit vor allem für Hoyerswerdaer ein attraktives Angebot ist. Aber auch der Sparfuchstag (immer montags außer an Feiertagen) erfreut sich immer größerer Beliebtheit unter den Besuchern. Die Anzahl der Sparfüchse, die den Zoo schon ab drei Euro besuchen, stieg um beachtliche 30 Prozent.

 

 

Pate für "Balea"

11. Januar 2018: Der dm-Drogerie-Markt übernimmt für einen Flamingo des Zoos Hoyerswerda eine Patenschaft. Am 11. Januar wurde die Patenschaft offiziell übergeben. Carolin Adler, Leiterin des Vogelreviers, stellte dem neuem Paten den rosafarbenen Schützling vor.

 

Rasant aber trotzdem elegant kamen die Flamingos anlässlich der Patenschaftsübergabe aus ihrem Nachtquartier. Ihr neuer Pate, der direkt gegenüber vom Zoo seinen Sitz hat, wollte sie nämlich kennenlernen. Ende Oktober sammelten die Händler bei einer Geschenktütenaktion zum Filialgeburtstag Geld für einen guten Zweck. Der Erlös ging in Form von einer Patenschaft an den Zoo Hoyerswerda. Für eine Drogerie gab es natürlich kein geeigneteres Tier als den Flamingo, der durch seine schöne Färbung und sein anmutendes Aussehen perfekt zum Drogeriemarkt passt. Einen entsprechenden Namen für den Vogel gibt es auch schon "Balea", der Name einer  hauseignen Marke.

 

Bei einer Tierpatenschaftsübergabe im Zoo Hoyerswerda erfahren die Paten nicht nur mehr über den Charakter der jeweiligen Zoobewohner, sondern auch Wissenswertes zu ihrem Lebensraum und -weise. Eine Tierpatenschaft kommt immer direkt dem Tier zu Gute, denn die daraus gewonnen Mittel werden zur Verbesserung der Haltungsbedienungen genutzt. Insgesamt gibt es im Zoo Hoyerswerda 57 Tierpaten, darunter elf Firmenpatenschaften.

Nähere Infos zu den Tierpatenschaften im Zoo Hoyerswerda gibt es unter www.kulturzoo-hy.de

Auf dem Foto: Carolin Adler (links), Leiterin Vogelrevier und Nadine Kummich, Filialleiterin in Hoyerswerda


 

 

 

 

Großes Interesse

 

27. Dezember 2017: Der Zoologische Leiter Eugène Bruins hatte nicht zu viel versprochen. Bei der Weihnachtsführung am 27. Dezember kamen die Besucher auf ihre Kosten. Sie konnten einmal zusehen, wenn Kuba-Krokdile gefüttert werden. Das geschah in der Nachbarschaft des Amazonas-Aquariums (im Bild). Die Gäste lernten zudem, so es noch nicht geschehen war, die Emu-Dame "Hilde" kennen.

 

Der Andrang war groß. Eine große Besucherschar hörte von den anspruchsvollen Plänen, die verwirklicht werden sollen. Dazu gehört der Aufbau einer Afrika-Savanne, die der zoologischen Einrichtung im Herzen von Hoyerswerda ein neues Gepräge geben wird. Wer diese und weirere Projekte aktiv unterstützen möchte, der kann sich gern dem Verein der Zoofreunde Hoyerswerda anschließen. Er setzt sich mit ganzer Kraft für den Zoo ein.

 

Auskünfte zu neuen Attraktionen 

 

24. Dezember 2017: Der Zoo Hoyerswerda lädt am Mittwoch, 27. Dezember 2017, um 10 Uhr zur traditionellen Weihnachtsführung ein. Nicht nur für alle „Weihnachtsheimkehrer“ bietet sich die Gelegenheit auf einen individuellen Zoorundgang, sondern auch für alle Einheimischen. Die letzten Jahre hat sich der Zoo Hoyerswerda weiter in Richtung Geozoo gewandelt und einige neue Attraktionen eröffnet. Darunter die Erdmännchenanlage, die neue Weißschwanzstachelschweinanlage, das neue Aquaterrarium im Tropenhaus oder die neue begehbare Känguruanlage mit der handzahmen Emudame "Hilde".

Zu der diesjährigen Führung wird es ein besonderes Highlight geben, denn die beiden Kubanischen Rautenkrokodile bekommen ein nachträgliches spannendes Weihnachtsgeschenk in Form von Futter am Spieß. Wer also eine spektakuläre Krokodilfütterung einmal live erleben möchte, sollte sich die Weihnachtsführung nicht entgehen lassen. Zudem gibt es noch ein Treffen mit Emudame "Hilde".

Die Führung, die von Eugène Bruins, Zoologischer Leiter, durchgeführt wird, beginnt wie gewohnt um 10 Uhr. Treffpunkt ist der Bereich vor der Tropenhalle. Die Besucher haben an diesem Tag somit die Möglichkeit, eine individuelle Zooführung zum ganz normalen Eintrittspreis zu erhalten.

 

Hinweis: An Heiligabend, 24. Dezember, bleiben Zoo und Schloss Hoyerswerda geschlossen. Zum Schutz der Tiere vor Feuerwerkskörpern und Lärm bleiben Zoo und Schloss Hoyerswerda zudem auch  Silvester geschlossen. An allen anderen Tagen sind Zoo und Schloss Hoyerswerda wie gewohnt von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

 

Außergewöhnliche Geschichtsstunde

 

13. Dezember 2017: Sein Herz schlägt noch immer für Hoyerswerda. Dr. Dieter Hohmann, Direktor des Tiergartens Hoyerswerda, fühlt sich der zoologischen Einrichtung und der Stadt noch immer sehr verbunden. Und so bekennt er am 13. Dezember im Schloss: "Ich komme immer wieder gern nach Hoyerswerda". Bevor er im Schloss auf Einladung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, zu dem er ebenfalls gute Kontakte pflegt, in einem Vortrag einige seiner Erinnerungen preisgibt, hat er natürlich den Zoo besucht. Über dessen heutiges Aussehen äußert er sich anerkennend. "Ich bin sehr zufrieden, wie sich das entwickelt hat."

Dr. Dieter Hohmann kam im Jahre 1974 in den Tiergarten Hoyerswerda. Zuvor war er als Umweltbiologe in Schwarze Pumpe tätig. Dass diese neue Arbeitsstelle mal sein ganzes Leben verändern und bestimmen würde, hatte er da noch nicht vermutet. Hier traf er mit berühmten Tiergärtnern zusammen. Die Gäste im Schlosssaal sehen Fotografien, auf denen Dr. Bernhard Grzimek (1909 bis 1987), der weltweit anerkannte Tierarzt, Verhaltensforscher und Direktor des Zoos Frankfurt (Main) durch den Tiergarten Hoyerswerda geht, ebenso Prof. Heinrich Dathe (1910 bis 1991) aus Berlin.

 

Dr. Dieter Hohmann trat offiziell zu Jahresbeginn 1975 in Hoyerswerda die Nachfolge von Günter Peters an, der mit Unterstützung vieler Einwohner und Betriebe den Tiergarten in Nachbarschaft des Schlosses aufgebaut hatte. Er schuf ein Ensemble aus Tieren, Pflanzen und bildender Kunst, beschreibt es Dr. Dieter Hohmann. Er bedankt sich mehrfach bei seinen einstigen Mitstreitern, die im Publikum Platz genommen haben. So bei Tierarzt Dr. Werner Tschirch, der auch viele Jahre dem Vorstand des Vereins der Zoofreunde angehörte. "Ohne diese Leute wäre der Tiergarten nicht das geworden, was er heute ist", sagt der Referent. Und er bekennt: "Ich zehre noch immer von den Dingen, die mir Günter Peters beigebracht hat."  Auf sehr unterhaltsame Weise unternimmt Dr. Dieter Hohmann eine Zeitreise durch seine Arbeit im Tiergarten Hoyerswerda. Dabei würdigt er auch die Leistungen von seinem Nachfolger Dr. Werner Jorga, der ebenfalls anwesend ist, und dem jetzigen zoologischen Leiter Eugène Bruins.

1984 wechselt Dr. Dieter Hohmann als Chef in den Dresdener Zoo. "Ich bin nicht gern aus Hoyerswerda weggegangen, aber die große Aufgabe in Dresden hat mich gereizt." 1990 wird er dann Direktor im Zoo Delitzsch, bis 2007. Dort gehört er auch dem Förderverein an, so dass dieser auf seinen großen Erfahrungsschatz bauen kann.

 

Dr. Dieter Hohmann beendet seinen Vortrag, indem er auf die Bedeutung der zoologischen Einrichtungen verweist. Sie haben eine große Verantwortung für den Artenschutz und die Bildung. Nach der Veranstaltung nutzen ehemalige Hoyerswerdaer Tiergarten-Mitarbeiter im Tiergarten die Gelegenheit, mit dem Wahl-Delitzscher Erinnerungen aufzufrischen.

 

Karsten Bormann, Vorsitzender des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, war Dr. Dieter Hohmann sehr dankbar für den unterhaltsamen Vortrag. Mit der Nachmittagsveranstaltung verfolgte der Verein der Zoofreunde zwei Ziele. Zum einen bedankte er sich kurz vor Jahresschluss bei aktiven Mitgliedern für ihre Leistungen. Zum anderen bot er durch den Vortrag, der für jedermann zugänglich war, die Möglichkeit, eine besondere Zoo-Geschichtsstunde zu erleben. Darüber freute sich auch Eugène Bruins sehr. Er habe viel über die Zeit des Aufbaus des heutigen Zoos erfahren. Dafür sei er Dr. Dieter Hohmann (im Bild während des Vortrags im Schloss) dankbar.

 

 

 

 

Zoo-Geschichte unterhaltsam


1  

Ehrenmedaille erhalten 

 

5. Dezember 2017: Am Tag des Ehrenamtes wurde Karl-Heinz Seitz in Hoyerswerda mit der Günter-Peters-Ehrenmedaille ausgezeichnet. Gewürdigt wurde damit ein engagierter Hoyerswerdaer, der sich im Vorstand des Vereins der Zoofreunde mit Herzblut seit Jahren für die zoologische Einrichtung im Herzen der Stadt einsetzt und zu den Aktivposten gehört. Außerdem ist er Mitglied im Traditionsverein der Feuerwehr (1969 trat er in die Freiwillige Feuerwehr Hoyerswerda-Altstadt ein), im Angelverein und im Schützenverein "Heideland" Bröthen-Michalken.   

Aus Krakau nach Hoyerswerda

  

16. November 2017: Der Zoo Hoyerswerda hat ein neues Eurasisches Fischottermännchen. Es heißt "Baltazar", ist gerade mal ein Jahr alt und stammt aus Krakau. Er soll nun mit der im Zoo aufgewachsenen Fischotterdame "Fibi" für Nachwuchs sorgen. Beim ersten Kennenlernen zeigte er sich ziemlich neugierig.  Nach einer kurzen Weile erkundeten sie gemeinsam das Wasserbecken und die Flusslandschaft der Anlage. Und sogar eine erste gegenseitige Fellpflege gab es zur Begrüßung. Nun hofft der Zoo Hoyerswerda mit diesen beiden Tieren auf einen Zuchterfolg.

 

Mit ihrem vorherigen Partner "Baba" hatte die Fischotterdame keinen Nachwuchs "Baba" war im März dieses Jahres verstorben. Er bleibt dem Zoo Hoyerswerda aber weiterhin als Wappentier und Maskottchen erhalten.

 

 

Berge an Laub versetzt

 

4. November 2017: Der Herbst steht nicht allein auf der Leiter und malt wie Blätter an, wie es in einem bekannten Lied heißt, sondern er wirft auch mit ihnen um sich. Und so verschwand auch im Zoo Hoyerswerda inzwischen so manches Areal unter einem dicken Laubteppich, dessen Farbe mittlerweile von farbenfroh in tristes Dunkelbraun gewechselt hatte. Dem wurde am 4. November zu Leibe gerückt. Immerhin 43 Mitglieder des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda und Sympathisanten ...trafen sich am Vormittag zum traditionellen Herbstputz. Die einzige Aufgabe an diesem Tag, die der Zoologische Leiter Eugène Bruins gemeinsam mit seinen Zoomitarbeitern ausgab, lautete: Laub harken und abtransportieren.

In mehreren Gruppen gingen die Freiwilligen ans Werk und versetzten wahre Laub-Berge, denn am Außenzaun zur Stadt, im Kranich-Gehege, bei den Kamelen und auf der Grünanlage inmitten des Zoos waren reichlich Blätter gefallen. Mit vereinten Kräften wurden zunächst daraus Berge, die mittels Schubkarren und Wagen in große Container versetzt wurden. Nur einer hatte sich einer anderen Aufgabe gewidmet. Ivo Fuchs von der Firma SysCoFox sorgte mit einem Spezialbaustoff dafür, dass der Teich im Gehege vom Roten Sichlern, Kahnschnabel und anderen dicht wird. Am Ende des Herbstputzes, so bescheinigte Eugène Bruins den Fleißigen bei einer kurzen Auswertung im "Sambesi", im Zoorestaurant war nach getaner Arbeit zu Bockwurst und Getränk eingeladen worden, seien 120 Prozent geschafft zu haben.

Zudem hatte der Zoologische Leiter bei den Teilnehmern noch Neugier geweckt, sich genauer im Zoo umzusehen, denn Nachwuchs gab es in jüngster Zeit nicht allein bei den Erdmännchen, sondern auch bei den Totenkopfäffchen, den Schönhörnchen und den Stirnlappenbasilisken. Eugène Bruins sprach bereits eine Einladung zum Frühjahrsputz 2018 aus. Nach getaner Arbeit werde es eine Krokodilfütterung geben. Das ist etwas, was nicht häufig zu erleben ist.

Der Vorsitzende des Vereins der Zoofreunde, Karsten Bormann, bedankte sich ebenfalls bei den vielen fleißigen Helfern, die gut drei Stunden lang mit Besen, Harken, Schippen, Schubkarren und Wagen hantiert hatten. Zugleich warb er Noch-nicht-Mitglieder für die Mitarbeit im Verein der Zoofreunde, in dem im nächsten Jahr Vorstandswahlen anstehen. Hier sind engagierte Leute, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen, besonders willkommen.

 

 

 

 

Herbstputz 2017


1  


Nach der Jagd etwas gruselig

 

29. Oktober 2017: Am 31. Oktober ab 16 Uhr wird es im Zoo Hoyerswerda schaurig schön, wenn kleine Hexen, Geister und Monster bei der jährlichen Halloween-Party ihr Unwesen treiben. Durch Spinnenweben, vorbei an Grimassen ziehenden Kürbissen, riesigen Insekten und vielen Lichteffekten wird die Tour durch den nächtlichen Zoo ein gruseliges Erlebnis. Die Nerven der Besucher werden an diesem Abend gleich mehrmals auf die Probe gestellt. Egal, ob man sich traut kuriose Insekten zu berühren oder in Kästen mit mysteriösem Inhalt zu fassen. Im Gruselkabinett im Schlosssaal wird es besonders unheimlich.

  Zu basteln gibt es natürlich auch etwas und wer möchte, kann sich an diesem Tag ein schaurig schönes Gesicht schminken lassen. All jene, die einfach nur die gespenstische Atmosphäre genießen wollen, können sich am Lagerfeuer ein leckeres Stockbrot zubereiten oder die große Feuershow zum Abschluss, um 18:30 Uhr, auf der Terrasse des "Sambesis" bestaunen. Verkleidungen, Taschenlampen und Laternen sind an diesem Abend ausdrücklich erwünscht. Die Halloween-Party beginnt um 16 Uhr. Der Zoo empfiehlt, die Zookasse bereits ab 15 Uhr zu passieren, da sich vor Veranstaltungsbeginn längere Besucherschlangen bilden können.

 

Vor der Halloween-Party wird 13 bis 16 Uhr im Zoo Hoyerswerda auf die Jagd nach ganz anderen Wesen gegangen. Gemeinsam mit dem Zoologischen Leiter, Eugène Bruins, können besondere Halloween-Pokémons gefangen werden. Dafür spendiert der Zoo wieder mehrere Lock-Module, die um 13 und um 15 Uhr jeweils eine Stunde aktiv sind. In der Pause dazwischen, um 14:15 Uhr, werden die beängstigenden Tyracrocs mit Rattfrätze gefüttert. Ein spannendes Erlebnis nicht nur für Pokémon-Fans!

 

Eintritt: Erwachsene sieben Euro, Kinder fünf Euro, Familien ab 14 Euro

 

"Paula" ist eingezogen

 

25. Oktober 2017: Seit heute hat der Zoo Hoyerswerda ein neues Zuchtpärchen bei den Zwergflusspferden. Hombori, das Männchen des Zoo Hoyerswerdas, hat eine neue Partnerin bekommen. Sie heißt Paula und kommt aus Arnheim. Rücken graulen mag sie besonders gern wie Eugène Bruins, Zoologischer Leiter des Zoo Hoyerswerdas, selbst schon erleben konnte.

 

 

 

 

 

Paula ist da

Mit zehnfacher Manneskraft wurde der Tausch der beiden Damen vollbracht. Jeweils um die 250 Kilogramm Zwergflusspferd mussten vom Transportfahrzeug in die Tropenhalle des Zoos und zurück in das Fahrzeug rangiert werden. Gerade einmal eine Stunde dauerte dieser für die Zucht so wichtige Tausch. Arrangiert wurde er durch das Zuchterhaltungsprogramm EEP und den zuständigen Zuchtbuchkoordinator, denn Zwergflusspferddame Paula und Flusspferdmann Hombori sind für eine Zucht genetisch sehr wertvoll. Durch Zerstörung ihres Lebensraumes und die Bejagung durch den Menschen sind Zwergflusspferde heute stark bedroht. Katka, die vorherige Partnerin, und Hombori haben im Zoo Hoyerswerda nicht gezüchtet. Nun hofft der Zoo mit diesem Pärchen auf einen Zuchterfolgt.

 

Zwergflusspferde gehören zur Familie der Flusspferde und sind nicht wie der Name es vermuten lässt mit den Pferden verwandt, sondern mit den Schweinen. Diese kleine Art der Flusspferde wird gerade einmal 80 cm hoch und kann dafür aber bis zu 250 kg wiegen. Rein optisch sind sie die kompakte Miniatur der großen Verwandten. Kurze, kräftige Beine, großes Maul und ein pummeliger Körper prägen ihr Erscheinungsbild. Beheimatet sind Zwergflusspferde in den tropischen Regen- und Urwäldern Westafrikas. Sie sind Vegetarier und können in Zoos oder Tierparks ein Alter von etwa 40 Jahren erreichen.


Ganz nah dran

 

24. September 2017: Am Sonntag fand ab 14 Uhr der Deutsche Zootag im Zoo Hoyerswerda statt. Besucher hatten die Möglichkeit, Einblick in die tägliche Arbeit eines Tierpflegers zu erhalten und viel über den Zoo und seine Tiere zu erfahren. Leider war das Wetter nicht so toll. Interessierte fanden sich aber dennoch ein, die einen interessanten Nachmittag verlebten. Erläuterungen gab es neben anderem zum Stirnlappenbasilisken.

 

 

Stirnlappenbasilisk

Hilfe für und durch das Zwergfaultier

 

 

 

22. September 2017: Das Zwergfaultier ist auf der zehnten Postkarte für den Artenschutz der Gemeinschaft Deutscher Zooförderer (GDZ) zu sehen. Mit dem Erlös der Karte, die auch im Zoo-Shop in Hoyerswerda zu bekommen ist, werden konkrete und nachweisbare Artenschutzprojekte unterstützt. Zugleich wird auf die Bedrohung der Zwergfaultiere auf der Insel Escudo de Veraguas vor der Nordküste Panamas hingewiesen.

 

Um die Produktion, Herstellung und Kostenübernahme der Tier-Postkarten kümmerte sich erneut der Freundes- und Förderkreis vom Zoo Leipzig, dem die Mitgliedsvereine der GDZ, also auch die Zoofreunde Hoyerswerda, dafür dankbar sind.

 

 

 

 

Postkarte vom Zwergfaultier

 

  

 Besondere Exponate für Umweltschutz 

 

14. September 2017: Im Foyer vom Schloss Hoyerswerda ist eine kleine Sonderschau unter dem Titel „Strandkreationen – Strandkreaturen, die geheime Leidenschaft des Eugène Bruins, Zoodirektor im Zoo Hoyerswerda“ zu sehen. Sie beinhaltet mehr als 30 Kreationen beziehungsweise Kreaturen aus Muscheln, Knochen, Holz und Stein. Eugène Bruins, seit 2016 Leiter des Zoos Hoyerswerda, entdeckte während eines Urlaubs an der Nordsee 2014 seine Leidenschaft für das Fertigen von Figuren aus Naturmaterialien, die er am Strand findet. Die teils seltsam-schaurig, teils aber auch niedlich anmutenden kleinen Kunstwerke haben einen ernsten Hintergrund. Für den Zoodirektor ist es nicht nur ein kreatives Hobby. Er möchte damit auf den Umweltschutz aufmerksam machen und ausdrücken, dass jeder seinen Beitrag leisten kann, die Strände sauber zu halten und keinen Unrat zu hinterlassen.

Die kleine Ausstellung ist im Foyer des Schlosses Hoyerswerda bis zum Ende des Jahres zu sehen. 

 

Eins der Exponate

  

  

Mit Freunden Erfahrungen ausgetauscht

 

3. September 2017: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda wurde bei der Mitgliederversammlung der Gemeinschaft Deutscher Zooförderer (GDZ) in Hannover in Niedersachsen vom 1. bis zum 3. September  von Eveline Blut und Frank Grommisch vertreten. Hauptthema des Treffens, organisiert von den Zoofreunden Hannover, waren die unterschiedlichen Aktivitäten von Zoos und Vereinen für den Artenschutz. Dabei wurden neben anderem Möglichkeiten aufgezeigt, wie auch kleine Vereine tatkräftig dabei helfen können, bedrohte Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Der Zoo Hannover engagiert sich zum Beispiel für den Nordafrikanischen Rothalsstrauß (Foto).

 

Die Gemeinschaft Deutscher Zooförderer hat sich neben anderem darauf verständigt, dass künftig auch Fördervereine anderer europäischer Länder in ihr mitarbeiten können. Dazu erfolgte eine Satzungsänderung. Die Anregung hierfür kam von Zoofreunden aus dem niederländischen Rotterdam. Absprachen wurden auch für das 25-jährige Bestehen der GDZ getroffen. Das kann im Jahr 2019 im September  gefeiert werden. Zum Programm wird dann auch ein Benefizkonzert in Berlin gehören.   :  

 

Nordafrikanischer Rothalsstrauß

39. Tiergartenfest

 

27. August 2017:  Das 39. Tiergartenfest konnte bei bestem Wetter auf dem Erholungsareal inmitten der Stadt gefeiert werden. Die Palette der künstlerischen Angebote reichte vom Orchester Lausitzer Braunkohle über Countrymusik und Zaubershow bis hin zu Darbietungen von Mädchen und Jungen der Hoyerswerdaer Musikschule. Der zoologische Leiter Eugene Bruins gab zudem Informationen zu den nächsten Entwicklungen. Im nächsten Jahr kann dann das 40. Tiergartenfest gefeiert werden.

 

 Ausflug nach Dresden

 

24. Juni 2017: Der Ausflug des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda führte diesmal in den Zoo Dresden. 35 Mitglieder und Freunde des Vereins gingen gemeinsam auf Tour. In Dresden wurden die von den dortigen Zoofreunden betreut. Danke für die Gastfreundschaft! Ein hoch interessanter Zoo-Bummel wurde geboten. Auch einige Sehenswürdigkeiten in der Elbmetropole wurden besichtigt.

 

 

 

 

Vereinsausflug 2017


1  

 Besuch willkommen bei den Kängurus 

 

11. Juni 2017: An diesem Sonntag wurde die neue begehbare Känguruanlage offiziell eröffnet. Anwesend waren Oberbürgermeister Stefan Skora, Steffen Grigas, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH (VBH), Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH und Eugène Bruins, Zoologischer Leiter Zoo Hoyerswerda.

Jetzt können Besucher den Kängurus ganz nah sein.

 

Finanziert wurde der Bau der Anlage durch die VBH. Für Steffen Grigas ist die Förderung der Region eine Herzensangelegenheit: „Wir als regionaler Versorger haben es uns zur Aufgabe gemacht, unsere Region zu fördern und aktiv für unsere Bürger und Besucher mitzugestalten.“ Arthur Kusber schätzt die Partnerschaft mit dem regionalen Unternehmen: „Wir wissen, dass es für Firmen nicht selbstverständlich ist, so großzügige finanzielle Unterstützung zu leisten. Umso mehr freut es uns, unseren Besuchern Hilfe der VBH ein besonderes Tiererlebnis ermöglichen zu können.“

 

Entspannt beäugten die Kängurus ihre Gäste auf der Anlage. Weder Kängurubock "Ludwig" noch die beiden Damen "Maja" und "Mila" mit ihren zwei Jungtieren ließen sich von den großen Zweibeinern aus der Ruhe bringen. Ganz im Gegenteil, sie schauten eher neugierig hinterher oder hüpften sogar an den Besucher vorbei. Die neue begehbare Känguruanlage ist mit 1.000 Quadratmetern viermal so groß wie die alte Anlage. Für die drei erwachsenen Bennettkängurus mit den zwei Jungtieren bedeutet dies ausreichend Platz zum Springen. Genügend Rückzugsmöglichkeiten geben den Tieren die nötige Ruhe. Künftig wird die Anlage insgesamt sechs erwachsene Kängurus beherbergen. In den nächsten Wochen ziehen noch zwei weitere Känguruweibchen auf die Anlage.

 

Bennettkängurus, auch Rotnackenwallaby genannt, stammen aus dem südöstlichen Australien und Tasmanien. Ihren Namen verdanken sie dem rötlich gefärbten Fell im Nacken- und Schulterbereich. Das Sozialverhalten der Bennettkängurus ist nicht sehr ausgeprägt. Sie leben entweder allein oder in kleinen Gruppen. Gräser und Kräuter gehören zur Hauptnahrungsquelle dieser kleinen Känguruart. 

 

 

Maras und Nandus auf größerer Anlage 

 

31. Mai 2017: Die Maras und Nandus haben im Zoo Hoyerswerdas ihre neue Gemeinschaftsanlage direkt neben dem Zooteich bezogen. Auf der gut 800 Quadratmeter großen Anlage leben insgesamt vier Nandus und derzeit noch zwei Maras. Zwei der Nandus kamen Anfang Mai aus dem Tierpark Nordhorn in Zoo Hoyerswerda. Zu den zwei Maraweibchen wird sich in den nächsten Wochen noch ein Zuchtmännchen gesellen. Neu auf der Anlage ist auch, dass man Einblick in den Innenstall der großen Laufvögel und Nagetiere erhält.

Mara

 

Durch die im letzten Frühjahr abgeschlossene Renaturierung des Zooteiches konnte die Landfläche von 800 Quadratmetern hinzugewonnen werden. Nun bietet die Gemeinschaftsanlage optimale Bedienungen für die beiden Arten. Maras und Nandus sind sehr gesellige Tiere und gewöhnen sich schnell aneinander. Wichtig für eine Vergesellschaftung ist ausreichend Platz und Struktur im Gehege, damit sich die beiden Arten bei Bedarf auch aus dem Weg gehen können. Und nach einer Eingewöhnungszeit arrangieren sich die Tiere mit ihren neuen Nachbarn, die ja auch für eine willkommene Abwechslung im Alltag sorgen.

 

 Dem Nachwuchs ganz nah

 

27. April 2017: Gerade einmal 80 Gramm leicht und nicht ganz so groß wie eine Hand ist der jüngste Bewohner des Zoo Hoyerswerdas. Das erste von zwei Humboldt-Pinguinküken ist geschlüpft. Der graue Federflaum ist besonders weich und dicht und hält das kleine Küken schön warm. Das Besondere an diesem Schlupf: man kann die Aufzucht des Kükens selbst miterleben und beobachten. Humboldt-Pinguine brüten üblicherweise in Nisthöhlen. Da aber die Vogelgrippe dieses Jahr dafür sorgte, dass die Pinguine des Zoo Hoyerswerdas länger in ihrem Winterquartier verbleiben mussten, haben sich zwei Pärchen dort ihre Nester gebaut.

 

Das Winterquartier der Humboldt-Pinguine ist mit zwei großen Besucherscheiben ausgestattet, die eine gute Sicht auf die Tiere ermöglichen. Bereits Anfang März konnte man zwei Pinguinpaare im Winterquartier beim Brüten beobachten. Sie hatten sich Brutplätze direkt an der Scheibe ausgesucht. „Man hat nicht immer die Möglichkeit, eine Pinguinaufzucht so genau mitzuerleben“, so Anne Siegl, Reviertierpflegerin im Vogelrevier. „Für die Besucher sind Pinguinküken normalerweise erst zu sehen, wenn sie schon gut genährt und den ersten Federwechsel überstanden haben“, erläutert sie weiter.

 

Insgesamt leben zwölf südamerikanische Frackträger im Zoo Hoyerswerda. Erst im November des vergangenen Jahres kamen sechs Pinguine aus dem Zoo Rostock und zwei aus dem Zoo Landau nach Hoyerswerda. Pinguine leben in monogamen Einehen und sind deshalb bei der Partnerwahl manchmal recht wählerisch. Haben sie jedoch den passenden Lebensgefährten gefunden, kann sie nichts mehr trennen. Es kommt in der Natur und in Zoos auch schon einmal vor, dass sich gleichgeschlechtliche Paare zusammenfinden.

 

  

Deutlich über 100 Prozent

 

1. April 2017: Beim Frühjahrsputz des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda am 1. April wurde weit mehr geschafft als geplant. Das lag zum einen an der guten Vorbereitung durch den Zoo. Dessen Zoologischer Leiter Eugène Bruins hielt sich nicht lange bei der Vorrede auf, sondern sorgte dafür, dass es kurz nach der Begrüßung der Teilnehmer, immerhin hatten sich 31 Frauen und Männer dazu eingefunden, an die Arbeit ging. Und zum anderen sorgte der Fleiß der Beteiligten fü...r ein überragendes Ergebnis.

 

 

 

Eine der größten Gruppe waren die "Maler", die sich darum kümmerten, dass Vogelvolieren einen neuen Anstrich bekamen. Andere waren damit befasst in der Nähe des Teichs "Wohnungen für Amphibien" zu bauen. Dafür kamen zum Beispiel alte Äste zum Einsatz, die von den Bäumen herabgefallen waren und die nun etwa von Kröten als Unterschlupf genutzt werden können. An mehreren Stellen befand sich auch noch reichlich Laub, das zusammengeharkt und abtransportiert wurde, etwa in der Nachbarschaft der Steinadler, aber auch am Teich. Diese Arbeiten stießen zunächst bei dem Singschwan-Pärchen auf Widerspruch. Es mochte in seinem Revier, so kurz nachdem die Stallpflicht für sie aufgehoben worden war, keine Eindringlinge. Womöglich wollten sie sich  einen Platz zum Nestbau aussuchen. Das mussten sie um wenige Stunden verschieben, haben aber nun einen ordentlichen Uferbereich. Ordentlicher ist es auch im Bärengehege. Hier wurden herumliegende Steine, die beim Buddeln der Bären zum Vorschein gekommen waren, aufgesammelt und abtransportiert.

 

Eine der größten Überraschungen gab es für den Zoologischen Leiter selbst, denn er wurde von einem vom Zooverein organisierten Fachmann überrascht, der das defekte Außenbecken am Tropenhaus abdichtete, so dass es wieder Tiere beherbergen kann, eventuell Sumpfschildkröten.

 

Zum Ausklang des mehr als dreistündigen Arbeitseinsatzes gab es für die Beteiligten auf der Terrasse des Restaurants "Sambesi" eine Stärkung. Karsten Bormann, Vorsitzender des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, freute sich, dass so viele an diesem schönen Frühlingstag so fleißig beim Frühjahrsputz zugepackt hatten, Mitglieder wie Freunde des Zoos. Er zollte allen Beteiligten großen Respekt, ebenso Eugène Bruins. Er war stolz, dass so viel geschafft wurde, mehr als vorgesehen. Und er lud alle ein, wahrscheinlich ab dem 12. April einen Besuch im Zoo einzuplanen, denn dann wird es erneut eine Premiere geben. Viele in hiesigen Breiten ungewöhnliche Schmetterlinge werden dann im Tropenhaus herum fliegen.

 

 

 

 

Frühjahrsputz


 

Trauer um Vorstandsmitglied 

 

Karl-Heinz Lepom

 

27. Februar 2017: Der Verein und der Vorstand des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda trauern um Karl-Heinz Lepom. Das Mitglied des Vorstands ist am 27. Februar im Alter von 66 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Der Verein verliert eines seiner engagiertesten Mitglieder. Karl-Heinz Lepom hat sich über Jahre für den Zoo eingesetzt und intensiv für die Entwicklung von Zoo und Verein gearbeitet.  Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie.

 

 

Gemeinsam für attraktiven Zoo

 

15. März 2017: Der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda hat sich am 15. März zu seiner Jahresmitgliederversammlung getroffen. Während der Beratung im Schloss hielt Vorsitzender Karsten Bormann im Bericht des Geschäftsjahres Rückschau auf die Ereignisse des vergangenen Jahres. Dabei konnte er eine Vielzahl an Aktivitäten zum Wohle des Zoos aufzählen, und er erinnerte an das 25-jährige Bestehen des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, das während des Tiergarten...festes im September 2016 öffentlichkeitswirksam gewürdigt wurde.

 

 

 

 

Karsten Bormann

Zu den nächsten großen Vorhaben im Zoo gehört der Bau der Afrika-Savanne. Er forderte die Mitglieder auf, gemeinsame Bemühungen zu unternehmen und "verstärkt für Spenden für unseren Zoo zu werben". Der Aufbau der Afrika-Savanne sei ein guter Anlass, die erfolgreiche Arbeit weiterzuführen.

Die Mitglieder stimmten den Berichten zu und billigten den Vorschlag, dass der Vorstand für bestimmte Themen, etwa in Fragen Bauvorhaben sowie Steuerrecht sach- und fachkundige Unterstützung in Anspruch nehmen kann.

 

 

 

 

 

Eugène Bruins

Der Zoologische Leiter Eugène Bruins lobte die Arbeit des Zoovereins. So erwähnte er die großzügige Unterstützung bei der Gestaltung des Amazonas-Beckens im Tropenhaus sowie den Eifer, mit dem Mitglieder und Freunde des Zoos bei den Arbeitseinsätzen zu Werke gingen. Zu den nächsten Vorhaben gehört neben der Afrika-Savanne die Fertigstellung des Amazonas-Beckens und das Schaffen einer begehbaren Känguru-Anlage. Dafür sind bereits wichtige Arbeiten erfolgt.

 

Der Frühjahrsputz des Vereins der Zoofreunde soll übrigens am Sonnabend, 1. April, erfolgen.

 

Nach dem offiziellen Teil der Mitgliederversammlung nahm der frühere Zoo-Direktor Dr. Werner Jorga seine Zuhörer mit auf eine Reise nach Borneo. Mit vielen Bildern veranschaulichte er, was für lebende Schätze dort beheimatet sind, aber er wies auch auf die Gefahren hin, die den Tieren durch den Menschen drohen. Sein Vortrag trug den Titel "Zu Besuch bei den Orangs und den ehemaligen Kopfjägern von Borneo". 

 

Großzügige Spende für Afrika-Savanne

 

28. Februar 2017: Den eigenen Augen kaum trauend, staunte eine Mitarbeiterin der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH, als sie beim routinemäßigen Abruf des Zookontostandes auf eine Spende im deutlich sechsstelligen Bereich stieß. Ohne Vorankündigung überwies eine äußerst großzügige Spenderin eine der größten Spenden, welche der Zoo jemals von einer Person erhalten hatte. Die Spende ist zweckgebunden für den Bau der neuen Afrikasavanne und wird selbstv...erständlich in voller Höhe in die Umsetzung dieses Projektes fließen.

ZooKultur-Geschäftsführer Arthur Kusber und Zoochef Eugène Bruins bedankten sich noch am gleichen Vormittag mit einem prächtigen Blumenstrauß und vereinbarten mit der Spenderin, welche anonym bleiben möchte, einen gemeinsamen Zoorundgang. Nach der Fertigstellung der großen Savanne soll eine kleine Ehrentafel auf die großzügige Spende hinweisen. Auf eine der Größe der Spende angemessene Tafel möchte die bescheidene Spenderin lieber verzichten.

 

"Die Spenden einzelner Personen können einen unglaublichen Schub für die Entwicklung des Zoos Hoyerswerda entwickeln. Schon das Vermächtnis von Else Schulz, welches mit der Unterstützung des Zoovereins die Errichtung der nach ihr benannten Bärenanlage ermöglichte, zeigte, wie einzelne Personen über Jahrzehnte und über das eigene Leben hinaus den Zoo prägen und bereichern können", stellte Arthur Kusber zufrieden fest. Ein ähnliches Beispiel ist der im Oktober 2016 eingeweihte Kräutergarten inklusive eines neuen Barfußpfades, welcher komplett durch eine Privatspende finanziert wurde.

 

Die künftige Afrika-Savanne wird die größte Anlage des gesamten Zoos werden und sich von der heutigen Zebraanlage bis zum heutigen Gibbonhaus erstrecken. Diese Anlage stellt das Herzstück der Neugestaltung des Zoos dar und wird das Erscheinungsbild des gesamten Zoos prägen. Mit dem Anschub durch diese Spende versucht der Zoo Hoyerswerda nun, die dennoch notwendigen Fördermittel in sechsstelliger Höhe zu akquirieren.

 

Jede weitere kleine oder große Spende würde helfen, dieses spannende Projekt zu verwirklichen. Spenden nimmt der Zoo unter dem Verwendungszweck "Afrika-Savanne" auf dem Spendenkonto (IBAN: DE89 8505 0300 31003327 75; SWIFT-BIC: OSDDDE81XXX) gern entgegen. Wer sich persönlich über die Themen Spenden und Vererben sowie die bevorstehenden Projekte informieren möchte, kann unter der Telefonnummer 03571/4763700 gern einen Gesprächstermin vereinbaren.  

 

 

Lageplan Afrika-Savanne

 

 Mit prächtiger Blüte

 

13. Februar 2017: Eher als erwartet, ist die seit letzter Woche im Tropenhaus des Zoos Hoyerswerda zu sehende Teufelszunge, schon erblüht. „Ich dachte, dass die Pflanze noch gut zwei Wochen zum Erblühen benötigt. Dass es jetzt so schnell geht, habe ich nicht erwartet“, äußerte der Zoologische Leiter Eugène Bruins überrascht.

In den vergangenen Tagen ist die tropische Teufelszunge noch einmal fünfzig Zentimeter gewachsen und erreicht so eine Gesamthöhe von 1,70 Meter.

Interessierte, die die Pflanze blühen sehen möchten, sollten nicht so viel Zeit vergehen lassen, denn die Teufelszunge blüht nur für circa eine Woche. Auch sollte man sich auf den nach Aas anmutenden Geruch der prächtigen Blüte einstellen.

 

 

 

 

Der Zoologische Leiter Eugène Bruins beim Vermessen der Blüte der Teufelszunge

 

Seltenes Gewächs

 

7. Februar 2017: Im Tropenhaus vom Zoo Hoyerswerda ist eine seltene und eindrucksvolle Pflanze der Gattung Amorphophallus zu sehen. Die hier gezeigte Art, die Teufelswurzel oder umgangssprachlich auch „Penispflanze“ genannt, wird nur für circa eine Woche blühen. Interessierte können den Wachstumsprozess bis zum Erblühen der großen Blüte im Tropenhaus verfolgen. Allerdings kann es noch gut zwei Wochen dauern, ehe die bis zu eineinhalb Meter hohe Blüte sich öffnet.

 

Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem Südostasiatischen Raum. Die Teufelszunge ist eine Pflanze, die nicht jedes Jahr blüht und auch die Knolle muss erst eine gewisse Größe erlangen, bevor sie überhaupt eine Blüte ausbilden kann. Und wenn sie blüht, versprüht sie einen nach Aas duftenden aber dennoch süßlichen Geruch. Jedes Jahr nach der Winterruhe wächst aus der Knolle ein großes Blatt, das breitgefächert ist und aussieht, als wäre es ein kleiner Baum. Im Herbst vertrocknet das Blatt und die Knolle tritt wieder in eine Ruhephase. In der Wurzel der kuriosen Pflanze ist der Lebensmittelzusatzstoff E425 enthalten und wird in Asien für die Herstellung von Gummitieren verwendet. Der große Bruder der Pflanze ist der Titanwurz, die größte und meisten stinkende Pflanze der Welt.

  

Wer sich selbst einmal an der Pflanze versuchen möchte, kann in der Zooverwaltung Tochterknollen erwerben. Ein Teil des Erlöses geht an ein Naturschutzprojekt.

Gezählt und neu gestaltet

 

18. Januar 2017: Winterruhe, davon kann im Zoo Hoyerswerda keine Rede sein. Zu den ersten Aufgaben im neuen Jahr gehört die Inventur. Wie viele Tiere leben in der zoologischen Einrichtung inmitten von Hoyerswerda? Derzeit werden die Zahlen erfasst und abgeglichen, lässt der Zoologische Leiter Eugène Bruins wissen. Hierfür wird ein neues Computerprogramm genutzt. Ist erst mal alles eingetragen, dann sei es in der Folge einfach, stets den Überblick zu behalten.... So viel verrät der Zoo-Chef schon mal: 92 Tierarten haben im Zoo ein Zuhause.

Dazu gehören auch die Nashornleguane "Antonia" und "Anton" (im Bild). Sie sind jetzt wieder zusammen. "Antonia" schien sich nach ihrem Einzug in Hoyerswerda im Dezember zwischenzeitlich mal nicht so wohlzufühlen. Ein Zeichen dafür war ihre Fressunlust, so dass sie intensiver betreut und ihr Gewicht regelmäßig kontrolliert wurde. Doch diese Phase ist überwunden und Eugène Bruins ist zuversichtlich, auch im Hinblick auf das Miteinander mit "Anton".

 

Zufrieden ist der Zoologische Leiter, dass jetzt Terrarien im Tropenhaus mit neuer Technik versehen werden können, mit moderner Beleuchtung und Heizung. "Das war wirklich erforderlich."

 

Voran gehen auch die Arbeiten bei der Neugestaltung des Aquariums. Der Zoo-Chef wartet jetzt auf die Lieferung eines Wasserfalls, so dass der Landbereich weiter gestaltet werden kann. Auch die Anzucht von Pflanzen läuft, lässt er wissen. Gern wäre er schon weiter, um den Zoobesuchern eine neue Attraktion bieten zu können. Es entsteht ein Amazonasbecken mit Amazonasrochen, verschiedenen exotischen Fischarten und Stirnlappenbasilisken. Wie gesagt, von Winterruhe im Zoo keine Rede.

 

 

 

 

"Anton" und "Antonia"



 

Vogelhochzeit wird gefeiert

 

15. Januar 2017: Das Schloss und der Zoo Hoyerswerda laden Familien ein, m am 21. und 22. Januar die Vogelhochzeit zu feiern. Nach diesem alten Brauch bitten die Vögel die Menschen zum Dank für die Winterfütterung am 25. Januar jeden Jahres zu ihrem „Hochzeitsfest“. Im Schloss erfahren die Besucher Interessantes über das Fest und das Vogelhochzeitslied. Zusätzlich gibt es ein thematisch passendes Kreativangebot. Bei der Führung durch den Zoo werden spannende Geschichten erzählt, wie Vogelmännchen tatsächlich ihre Frauen finden, wie Vögel wirklich „heiraten“ und was in den Vogelfamilien dann passiert. Die Eintrittspreise: ermäßigt fünf Euro, Erwachsene sieben Euro. Dauer etwa anderthalb Stunden. Es wird um Voranmeldungen gebeten.  Buchungen über die Zooverwaltung (Frau Richter) unter 03571/47 63 700 oder per E-Mail an zoo@zookultur.de

 

Mit Ideen, Erfahrungen und Engagement

 

22. Dezember 2016: Für Eugène Bruins, den Zoologischen Leiter im Zoo Hoyerswerda, war das am Donnerstag, 22. Dezember, ein bewegender Moment. In seinem aktuellen Projekt, der Neugestaltung des Aquariums im Tropenhaus, konnte nach den wesentlichen Vorarbeiten zur Neugestaltung, ein entscheidender Schritt vollzogen werden. Als die moderne Beleuchtung installiert war, wurde erstmals Wasser eingelassen. Würden die Gestaltungselemente halten, wird das Wasser durch den neuen Sand getrübt?  Mit dem Ergebnis war er später sehr zufrieden.

 

Eugène Bruins gestaltet hier ein Amazonasbecken. In die Waagschale wirft er dafür seinen umfangreichen Erfahrungsschatz, gesammelt in anderen zoologischen Einrichtungen. Einziehen sollen Amazonasrochen, exotische Fische und drei Stirnlappenbasilisken. Noch ist etwas Geduld erforderlich, denn erst einmal müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass sich die künftigen Bewohner wohlfühlen können. Doch in einigen Wochen wird das Aquarium eine neue Attraktion im Tropenhaus sein, in dem in jüngster Vergangenheit übrigens einige neue Reptilienarten eingezogen sind.

Seit Anfang Juli 2016 arbeitet Eugène Bruins als Zoologischer Leiter in Hoyerswerda. Seine Rückschau auf dieses halbe Jahr fällt überaus erfreulich aus. "Ich finde es super hier", sagt er. "Es ist besser, als ich es erwartet habe." Ihm stehe ein professionelles Team zur Seite. Das habe ihn sehr gefreut. Es sei viel geschafft worden, auch dank der Unterstützung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda. Er hilft auch finanziell beim Neugestalten des Aquariums in der Tropenhalle. Und wenn der Zoologische Leiter gefragt wird, was er zu den bemerkenswerten Erlebnissen 2016 rechnet, dann nennt er den Herbstputz des Zoovereins. Dass so viele Leute freiwillig für den Zoo arbeiten, "das habe ich bis jetzt so nicht gekannt. Das finde ich klasse!" Er lobt die Arbeit des Vereins, der sich nunmehr seit 25 Jahren für den sechs Hektar großen Zoo inmitten von Hoyerswerda einsetzt.

 

Auf die Frage nach den Vorhaben für 2017 nennt er erst mal drei Projekte: eine begehbare Känguru-Anlage womöglich mit Emu, die Fertigstellung des Stalls für die Maras und Nandus (derzeit dient das neue Gebäude als Notunterkunft für Schwäne) und deren Umzug auf das Areal am neugestalteten Teich und natürlich das neue Aquarium in der Tropenhalle. 

 

Einiges bewegt


1  

Ein großes Lob zollt er seinen Mitarbeitern auch für das schnelle Handeln, als die Festlegungen zur Stallpflicht für Vögel wegen der Vogelgrippe getroffen worden waren. Innerhalb von drei Stunden seien die erforderlichen Arbeiten im Zoo erledigt gewesen, würdigt er die Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter. Ein Zeichen der besonderen Situation sind auch die Flatterbänder, die über der  Pinguinanlage gespannt wurden (im Bild). Sie sollen Enten und Reiher davon abhalten, hier zu landen.

 

Für die kommenden Monate hat sich Eugène Bruins viel vorgenommen. Er wird sich weiter engagiert für einen attraktiven Zoo in Hoyerswerda einsetzen. Daran lässt er keinen Zweifel. "Die Chancen, die sich bieten, werde ich nutzen."


 

 

 

 

Überraschung für Zootiere


Futtermännchen für die Erdmännchen

16. Dezember 2016: Der Zoo Hoyerswerda lädt am Sonntag, dem vierten Advent, um 14 Uhr, zur vorweihnachtlichen Bescherung der Zootiere ein. Möglich macht es der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda e.V., eines von vielen Projekten, die dieses Jahr durch die Unterstützung des Vereins realisiert werden konnte. Durch seine Spende konnte der Zoo Tierbeschäftigung in Form von Leckereien anschaffen. Ein geschmückter Weihnachtsbaum mit Obst, Fleisch oder Fisch, je nach Geschmack des Beschenkten natürlich, oder ein gefüllter Karton mit Stroh und Mehlwürmer steht nicht jeden Tag auf dem Speiseplan. Die Besucher können dabei sein, wenn Lamas, Erdmännchen, Bären, Affen und Co. ihre Geschenke bekommen. Zooschulpädagogin Silke Kühn wird gemeinsam mit den Besuchern die Weihnachtsüberraschungen an die Zootiere verteilen.

 

Über die Futtergabe wird auch in Zoos versucht, den Alltag so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Gerade im Winter, gibt es weniger Besucher und viele Tiere können wegen der Kälte nicht in ihre Außengehege. Dadurch fällt ein wichtiger Teil des täglichen Unterhaltungsprogramms der Tiere weg und die Tierpfleger müssen sich immer wieder neue Überraschungen einfallen lassen. Denn die Tierbeschäftigung trägt maßgeblich zum Wohlbefinden der Zoobewohner bei und fordert die Tiere nicht nur physisch, sondern auch psychisch.

Jahresresümee gezogen


12. Dezember 2016: Der Vorstand des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda hat sich zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr getroffen, das arbeitsintensiv, aber auch schön war. Schließlich konnte der Verein auf sein 25-jähriges Bestehen blicken, was neben anderem beim Tiergartenfest, vom Verein großzügig unterstützt, gewürdigt wurde.

Vorsitzender Karsten Bormann wies auf einige Schwerpunkte in der Arbeit hin. Dazu gehörten die beiden Arbeitseinsätze im Frühling und im Herbst, bei denen viel für die Verschönerung des Zoos geschafft wurde. Karsten Bormann dankte allen fleißigen Helfern. Das Haus für die Beobachtungen an den Gehegen der Bären und Fischotter wurde mit einem neuen, besucherfreundlichen Fußboden versehen. Der Widderkopf, ein Kunstwerk, das beim Bildhauersymposium entstand, wurde angekauft und hat gegenüber den Alpensteinböcken seinen Platz gefunden. Gewürdigt wurde auch, dass Vereinsmitglieder den Zoo bei Großveranstaltungen bei der Kassierung im Eingangsbereich unterstützten.

Der Zoologische Leiter Eugène Bruins würdigte die Leistungen des Vereins und wünschte eine weitere gute Zusammenarbeit. Zu den nächsten Vorhaben gehört die Neugestaltung des Aquariums im Tropenhaus. Der Verein der Zoofreunde leistet hierfür finanzielle Hilfe. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Eugène Bruins hofft, dass dieses Projekt innerhalb kurzer Zeit umgesetzt werden kann und den Besuchern eine neue Attraktion geboten werden kann.


Nürnbergerin eingezogen


28. November 2016: Der Schneeeulenmann im Zoo Hoyerswerda hat eine neue Partnerin. Die Nürnbergerin erreichte den Zoo am Sonntagabend. Nachdem im Mai das vorherige Schneeeulenweibchen plötzlich gestorben war, wurde seitdem nach einer neuen Partnerin gesucht. Das erste Kennenlernen verlief ohne viel Tamtam, und nun sitzen beide schon eng nebeneinander. Aufgrund der Stallpflicht für Geflügel in Sachsen, müssen die Besucher in dem Gehege etwas genauer hinschauen, denn alle Vogelvolieren sind mit Planen so abgedeckt, dass kein Wildvogel mit den Zootieren in Berührung kommen kann.


Schneeeulen gehören zur Familie der Eulen. Die Weibchen sind größer und das Gefieder stärker mit dunklen Punkten versehen als bei den Männchen. Beheimatet sind Schneeeulen im nördlichen Skandinavien und Russland sowie auch im nördlichen Sibirien, Alaska und Kanada. In den arktischen Regionen gehören die Eulen zu den größten dort vorkommenden Vögeln. Wühlmäuse und Lemminge sind die Hauptnahrung der großen Eulen. Als reine Fleischfresser stehen auch kleine Vögel wie das Moorschneehuhn auf dem Speiseplan. Schneeeulen sind für Eulen ungewöhnlich tagaktiv. Während der Paarungszeit finden sie sich zu Saisonehen zusammen, manchmal bleiben sie aber auch Jahre lang zusammen. Schneeeulen können in freier Wildbahn bis zu neun Jahre alt werden und in Zoos sogar bis über 20 Jahre.

 

 

 

 


Berge versetzt


5. November 2016. An diesem Sonnabend wurden im Zoo Hoyerswerda Berge versetzt, Berge aus Laub. Blätter waren bereits üppig gefallen in den vergangenen Tagen, so dass die Mitglieder des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda und mehrere freiwllige Zoofreunde beim Herbstputz am Vormittag gut zu tun hatten, um das Laub von Wegrändern, Wiesen und aus Gehegen zu bekommen, Aber gemeinsam und mit viel Tatkraft wurde das geschafft. Und das gelang bei recht günstigem Wetter. Die Regenfront erreichte Hoyerswerda erst, als die Container gut gefüllt und die Laubrechen und Schubkarren abgestellt waren.

35 Leute beteiligten sich an dem Herbstputz. Für den Zoologischen Leiter Eugène Bruins war das eine neue Erfahrung. Aus den Niederlanden kenne er solch einen Herbstputz nicht. Umso mehr freute er sich über die Resonanz. Der große Zuspruch sorge bei ihm für Gänsehaut, wie er bei der Begrüßung bekannte, wie auch das Ergebnis der dreistündigen Arbeit, wie er beim Ausklang im "Sambesi" bei Bockwurst und Getränken wissen ließ. Auch Karsten Bormann, Vorsitzender des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, dankte den Teilnehmern herzlich. Er wie auch Eugène Bruins sprachen die Hoffnung aus, dass sich auch im Frühjahr wieder so viele Helfer einfinden, um einen wesentlichen Beitrag zur Verschönerung des Zoos zu leisten.

 

„Immer in Bewegung“

 

2. September 2016: Die Wohnungsgesellschaft mbH Hoyerswerda übernimmt für das im Juli geborene Erdmännchenjunges des Zoo Hoyerswerdas eine Patenschaft. Zooleiter Eugène Bruins stellte der Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft mbH Hoyerswerda, Margitta Faßl, das kleine Jungtier vor, welches Geschlecht es hat, ist noch nicht klar. Trotz des Gewusels der Großen war das Kleine immer vorn mit dabei und hinterließ einen guten Eindruck bei seinen neuem Paten. Für Frau Faßl wurde schnell klar, dass die Erdmännchen gut zur Wohnungsgesellschaft passen. „Als der Entschluss für eine Tierpatenschaft im Zoo Hoyerswerda fest stand, wussten wir, dass es die Erdmännchen sein mussten. Denn so wie auch wir für die Bürger unsere Stadt immer in Bewegung sind und dabei alles im Blick haben, so sind es die Erdmännchen auf ihrer Anlage auch“, begründete Margitta Faßl ihre Wahl des Patentieres. 

Bei einer Tierpatenschaftsübergabe im Zoo Hoyerswerda erfahren die Paten nicht nur mehr über den Charakter der jeweiligen Zoobewohner, sondern auch Wissenswertes zu ihrem Lebensraum und ihrer Lebensweise. „Wir als Zoo freuen uns immer, wenn wir für unsere Tieren Paten haben und wir ihnen die Tiere näher vorstellen dürfen“, äußerte sich Zooleiter Eugène Bruins freudig. Eine Tierpatenschaft kommt immer direkt dem Tier zu Gute, denn die daraus gewonnen Mittel werden zur Verbesserung der Haltungsbedienungen genutzt. 

 

Neuer Zoochef in Hoyerswerda

4. Juni 2016; Eugène Bruins ist der neue Leiter des Zoos Hoyerswerda. Er vertritt  die bisherige Zooleiterin, Dr. Kathrin Kaltwaßer, welche Ende Juli in den Mutterschutz und anschließend in Elternzeit gehen wird. Mit seinem ersten Arbeitstag am 4. Juli begann der 48-jährige seine intensive Einarbeitungsphase.

Mit dem Niederländer Eugéne Bruins findet der Zoo Hoyerswerda einen Nachfolger, der mit seiner vielfältigen Berufserfahrung, z.B. als langjähriger Kurator im Zoo Amsterdam und als leitender Kurator mehrerer SEA LIFE Standorte, zu überzeugen wusste. "Es ist nicht immer einfach, Führungskräfte zu einem Umzug nach Hoyerswerda zu bewegen. Wir sind daher sehr froh, diese Stelle erneut so hochwertig besetzen zu können. Herr Bruins wird die Entwicklung des Zoos sicherlich mit spannenden Innovationen vorantreiben", äußerte sich ZooKultur-Geschäftsführer Arthur Kusber zufrieden.

Im nahezu perfekten Deutsch äußerte sich auch der neue Zooleiter voller Vorfreude: "Es war nur logisch, dass ich mich auf diese interessante Stelle beworben habe. Es ist ein großartiger weiterer Schritt in meiner Karriere. Ich habe bei verschiedenen Zoos und Großaquarien gearbeitet und die Qualität mit neuen, einzigartigen Ausstellungen, Gehegen und Tierarten verbessert. Ich bin sicher auch dem Zoo Hoyerswerda weiterhelfen zu können. Das Potential ist sicherlich da. Auch wenn ich nur etwa 1.5 Jahre da sein kann, werde ich genügend Ideen anreichen, mit denen dieser Zoo noch jahrelang weiter arbeiten kann. Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe."
 

Entdeckertour in Cottbus


18. Juni 2016: 21 Zoofreunde des Vereins und der Stadt starteten am 18. Juni zu der jährlich stattfindenden Exkursion. Das Wetter spielte mit. Diesmal ging es in den benachbarten Tierpark Cottbus, wo wir schon erwartet wurden. Bei einer fachkundigen Führung durch den Vereinsvorsitzenden Dr. Helmut Schmidt bewunderten wir die vielen Neuerungen wie die neue Tigeranlage, auch altbekanntes  was sehr sehenswert war. Ein Höhepunkt war die Elefanten-Fütterung. Beim Kaffee trinken im Tierpark Café erzählten wir Anekdoten und es wurde viel gelacht. Danach ging es weiter im Tierpark Cottbus. Nach der dreistündigen Führung ging es wieder nach Hause An alle Vorbereitenden ein dickes Lob, besonders an den Vereinsvorsitzenden Dr. Helmut Schmidt von den Tierparkfreunden Cottbus, und den Organisatoren vom Verein der Zoofreunde Hoyerswerda. "Und nächstes Jahr wünschen wir uns wieder einen so wunderbaren Ausflug", so Karsten Bormann, Vorsitzender des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda.

 

 

 

 

Auf Exkursion in Cottbus


1  

 

 

 

 

Freude über Neuzugänge

18. Mai 2016: Im Zoo Hoyerswerda tummeln sich einige neue Bewohner. Bereits Ende April sind zwei Mandschurenkraniche geschlüpft. Die kleinen braunen Federknäule weichen ihren Eltern nicht von der Seite. Genauso wackelig und tapsig wie die kleinen Kraniche sind auch die Lachshuhnküken, die im Brutkasten geschlüpft sind und nach ihrem anstrengend Start ins Leben nun auf dem Hühnerhof zu sehen sind. Aber es gab nicht nur Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda auch einige neue Wahlhoyerswerdaer. Die Pinguine und Totenkopfaffen freuen sich über neuen Herrenbesuch. Beides sind Tiere die unter den Zoos getauscht wurden, um in den jeweiligen Gruppen für frischen Wind zu sorgen. Auch eine junge Kängurudame aus Schwerin wird demnächst hoffentlich dem Kängurumann Ludwig den Kopf verdrehen. Tiertausche wie diese finden in Zoos regelmäßig statt, um für eine Blutauffrischung bei der Zucht zu sorgen. Damit aber nicht verwandte Tiere mit einander getauscht werden, gibt es das Zuchtbuch für die jeweilige Tierart. Ein Zuchtbuchkoordinator teilt so den Zoos und Tierparks die künftigen Bewohner zu oder stimmt einem Tausch bei. Ein völlig neues Tier ist im Tropenhaus zu sehen – ein Fidschileguanmännchen. Der einjährige Leguan stammt aus dem Zoo Köln und zieht erst einmal allein ins sein neues Terrarium, später bekommt er aber noch eine Partnerin. Fidschileguane sind in Wäldern auf den Fidschi-und Tongainseln beheimatet. Sie ernähren sich hauptsächlich vegetarisch und leben als Einzelgängern. Aufgrund der Bejagung in seiner Heimat ist der Fidschileguan vom Aussterben stark bedroht.

Viel Arbeit am Zooteich


13. Mai 2016:  Mit der feierlichen Einweihung des Zooteiches ist die gut dreimonatige Bauphase der Verkleinerung des Teichs im Zoo Hoyerswerda abgeschlossen. Gemeinsam mit Sponsoren und ausführenden Firmen wurde der unter anderem von der VBH finanzierte Besuchersteg offiziell freigegeben. Auf diesem Steg können die Besucher künftig die Flora und Fauna des Teiches aus nächster Nähe beobachten. „Der Umbau selbst war durch die großzügige Unterstützung der VBH erst in diesem Maße möglich. Auch der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda trägt dazu bei, den Teich für Besucher und künftige Bewohner attraktiver zu gestalten, denn der Verein sponserte den neuen Fischbesatz des Teiches und pflanzte zu seinem alljährlichen Frühjahrsputz den Schilfgürtel“, bedankte sich Arthur Kusber, Geschäftsführer der ZooKultur, bei den anwesenden Sponsoren. Das frischgepflanzte Schilf dient im Teich künftig als Nährstoffbinder. Auch die zwei neuen Sprudleranlagen helfen dabei, das Wasser ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Denn durch die Situation, dass der Zooteich ein Stillgewässer ist und es aufgrund des hohen Nährstoffeintrages durch die umliegenden Bäume und die inzwischen ansässige Graureiherkolonie zu einer stetigen Verschlechterung der Wasserqualität kam, war der Teich für heimische Arten kein geeigneter Lebensraum.

 

 

Es ist geschafft. Der umgestaltete Zooteich wird eingeweiht.


Die Baumaßnahmen zum Umbau begannen im Dezember 2015 durch das Umsetzen der Fische aus dem Teich in den Schlossgraben und anschließendem Abpumpen des Wassers. Danach wurde mit der Entschlammung begonnen. Mehrere Lkw-Ladungen Schlamm wurden entfernt. Teile des Teiches wurden mit Sand befüllt und so neue Uferbegrenzungen und eine natürliche Teichgestaltung geschaffen. Die durch die Verkleinerung gewonnene Landfläche von über 800m² wird als neue Mara- und Nanduanlage genutzt. Die Bauarbeiten dazu haben schon begonnen. Zudem wurde der ursprüngliche Besucherweg entlang der Südostseite des Teiches verlagert, damit wurde wieder zusätzliche Fläche gewonnen, die der neuen begehbaren Känguruanlage zu Gute kommen wird. Der verlagerte Besucherweg ist nun auch ein geeigneter Rettungsweg für Einsatzfahrzeuge. „Und wir können so unseren Mitarbeitern und Besuchern eine höhere Sicherheit in Notsituationen gewährleisten“, erläuterte Arthur Kusber weiter.

 

Hintergrund:

Nachdem der Zooteich im Zuge der Baumaßnahmen der Pinguinanlage in den 1990er Jahren von der direkten Anbindung an die Elster abgetrennt wurde, war er seit dem ein Stillgewässer. Dadurch verschlechterte sich die Wasserqualität zusehends. Durch die Verkleinerung wird der Wasseraustausch leichter zu bewerkstelligen sein und gewinnt zusätzlich durch die naturnahe Gestaltung noch an Attraktivität für Besucher und kann zukünftig heimischen Arten als Lebensraum dienen. Durch den hohen Nährstoffeintrag, ohne entsprechenden Wasseraustausch, ist es im Teich zu einer starken Eutrophierung gekommen. Im Jahr 2008 wurde der gesamte Teich nach 30 Jahren komplett entschlammt. Bei dieser Entschlammung stellte sich heraus, dass die Abwässer der Antilopen- und Raubtieranlagen ungeklärt in den Teich geleitet wurden. Die betreffenden Tieranlagen wurden daraufhin an das städtische Abwassernetz angeschlossen und für den Teich wurde durch ein Wasserentnahmewerk an der Alten Elster wieder eine Wasserzuführung ermöglicht. Der Zoo erhielt 2009 die wasserrechtliche Erlaubnis, dem Teich über dieses Entnahmewerk Wasser zuzuführen, um die Verdunstungsverluste auszugleichen. Auf dem Zooteich wurde Wassergeflügel gehalten, so dass er eher als Teil eines Geheges, denn als Biotop zu sehen ist. Aufgrund des hohen Nährstoffeintrages durch die umliegenden Bäume und die inzwischen ansässige Graureiherkolonie verschlimmerte sich die Euthrophierung trotz Wasserzuführung zunehmend. Seit ca. fünf Jahren kommt es jährlich zu einer deutlichen Algenblüte. Im Jahr 2010/11 wurde versucht, die Wasserqualität des Teichs durch eine bakterielle Beimpfung zu verbessern. Auch diese Maßnahme brachte nicht den gewünschten Effekt. Im Jahr 2013 erhielt der Zoo Hoyerswerda die Genehmigung, 3x jährlich Wasser aus dem Teich in die Elster abzupumpen und anschließend frisches Wasser aus der Elster zu zu pumpen. Hierdurch sollte eine Verbesserung der Wasserqualität erreicht werden. Allerdings haben diese Maßnahmen bisher nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt. Die Untersuchung des Teiches für die geplante Teichverkleinerung ergab, dass sich seit der letzten Entschlammung im Jahr 2008 bereits eine neue, bis zu 80 Zentimeter dicke Schlammschicht gebildet hatte.

Neue Rappenantilope eingezogen

   

4. April 2016: Bereits Mitte März ist eine neue Rappenantilope aus Kopenhagen im Zoo Hoyerswerda eingetroffen. Bisher lebten im Zoos Hoyerswerda die beiden Rappenantilopen „Malindi“ und „Agnes“. Die 18-jährige "Agnes" musste leider aufgrund ihrer altersbedingten Gelenkprobleme am 25. Februar2016 eingeschläfert werden. Für "Malindi" wurde in Zusammenarbeit mit dem Zuchtbuchkoordinator eine geeignete Artgenossin zur Gesellschaft gesucht. Fündig geworden ist der Zoo Hoyerswerda in Kopenhagen. Dort wartete eine anderthalbjährige Rappenantilopendame auf ein neues Zuhause. Am 16. März 2016 kam die junge Antilope nach mehrstündiger Fahrt wohlbehalten im Zoo Hoyerswerda an.Da die junge Kopenhagenerin noch deutlich kleiner als die 10-jährige "Malindi" ist, wird die Zusammengewöhnung äußerst behutsam angegangen. Denn das Kräfteverhältnis zwischen den beiden ist nicht ausgeglichen und Rappenantilopen können bei den Rangkämpfen auch schon mal recht ruppig miteinander umgehen. Zu erkennen ist das neue Weibchen gut an der zierlichen Gestalt und den braunen Fellanteilen. Da sie noch recht jung ist, färbt sie sich gerade erst ins klassische Schwarzbraun der erwachsenen Rappenantilopen um..

 

Rappenantilopen gehören zu den eher wehrhaften Vertretern der Antilopen. Sie nehmen es ohne zu zögern mit Löwen oder Hyänen auf und verteidigen sich erfolgreich mit Hufen und Hörnern. Anders als viele andere Huftiere ist ihre erste Reaktion nicht die Flucht, sondern erst ein Drohen und dann evtl. auch ein schneller Angriff. Für Pfleger ist dieses Verhalten nicht ungefährlich, so dass man den direkten Kontakt mit den Antilopen im Stall oder auf der Anlage möglichst vermeidet.

 

Die 10 Jahre alte "Malindi" wurde im Zoo Hoyerswerda geboren.


 Esel auf neuer Anlage

 

15. März 2016: Die fünf Hausesel des Zoos Hoyerswerda sind auf ihre neue Anlage zwischen den Lamas und den Trampeltieren gezogen.Bei schönstem Wetter ging es in einer Reihe hintereinander weg aus der gemeinsamen Anlage mit den Lamas gleich nach nebenan auf die neue Eselanlage. Neugierig aber trotzdem vorsichtig wurde das neue Gehege begutachtet. Dabei waren Knabberäste und herumliegendes Laub erst einmal interessanter als neue Luxuseinrichtungen. Die Anlage ist mit mehreren großen Baumstämmen und einem großen Hügel gestaltet, um so die Esel zur Bewegung zu animieren, denn die war in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen. Zwei Komfortstation bestehend aus großen Bürsten dienen den neuen Bewohnern zur Fellpflege und natürlich auch, um an die ein oder andere juckende Stelle zu gelangen. Die alten Mitbewohner und neuen Nachbarn, die Lamas, schauten den Eseln beim Erkunden zu und wirkten direkt etwas neidisch. Auch die Trampeltiere "Jeanine" und "Gerda" kamen zur Begrüßung und Begutachtung an die gemeinsame Gehegeabtrennung.


Für die Besucher gibt es jetzt auch etwas Neues, denn sie können den Eseln nun ganz nahe kommen. Der Zaun, der wie ein Koppelzaun gestaltet ist, erlaubt es, die Tiere zu streicheln – für die Esel auch eine willkommene Abwechslung und Wohltat zugleich. Da sich die Figurprobleme der Esel nicht noch verschlimmern sollen, bittet der Zoo darum, das Fütterungsverbot trotz der neuen Nähe zu beachten.

 

Alle vier Hauseseldamen wurden im Zoo Hoyerswerda geboren. Esel "Ricky" hingegen stammt aus Erfurt. Das Alter der Tiere liegt zwischen 4 und 24 Jahren.

Die vorherigen Bewohner der Anlage, die Alpakas, sind im April letzten Jahres in den Spreewald gezogen.


 

 

 

 

"Gerda" ist eingezogen

 

8. März 2016: Eine neue Trampeltierstute aus der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen ist im Zoo Hoyerswerda gezogen.Bisher lebten auf der Kamelanlage des Zoos Hoyerswerda die beiden Trampeltierstuten „Jeanine“ und „Aischa“. Die 15-jährige "Aischa" litt bereits seit längerer Zeit an einer starken Arthrose. Bisher war diese mit Medikamenten relativ gut unter Kontrolle zu bekommen. In diesem Winter hatten sich die Beschwerden allerdings deutlich verschlechtert und waren mit den verfügbaren Medikamenten nicht mehr ausreichend zu behandeln. Daher entschied sich die Zooleitung, in Absprache mit den Pflegern und dem behandelnden Tierarzt, "Aischa" am 25. Februar 2016 einzuschläfern. Damit "Jeanine" möglichst schnell wieder die Gesellschaft eines Artgenossen genießen kann, wurde in anderen Zoos nach einem Ersatz für Aischa gesucht. Der Zoo in Gelsenkirchen erklärte sich bereit die elf Monate alte Stute „Gerda“ nach Hoyerswerda abzugeben. Am 7. März war es so weit. "Gerda" lief am frühen Morgen in Gelsenkirchen gemächlich und sehr ruhig auf den Hänger und kam nach mehrstündiger Fahrt wohlbehalten im Zoo Hoyerswerda an.

 

"Jeanine" stammt aus dem Tiergarten Straubing. Sie ist inzwischen zwölf Jahre alt und kam vor drei Jahren nach Hoyerswerda. "Gerda" wurde im März 2015 in Gelsenkirchen geboren.

 


Inventur mit Foto-Hilfe


 
Vermessen der Esel mit Reviertierpflegerin Kathrin Proskeund Marcus Barner

11. Februar 2016. Alljährlich erfolgt bis zum 31. Dezember im Zoo Hoyerswerda eine intensive Bestandsaufnahme. Bis Ende Januar wurden alle Daten ausgewertet und zusammengestellt. Zum Inventurstand 31. Dezember.2015 beherbergt der Zoo Hoyerswerda insgesamt 1165 Tiere in 100 Arten bzw. Haustierrassen. Einige der Zoobewohner sind gar nicht so einfach genau zu erfassen. So die Fische im Tropenhaus. Eine nicht ganz so einfache Aufgabe, da sie ständig in Bewegung sind. Damit man aber möglichst einen genauen Wert erlangt, fotografieren die Tierpfleger das Aquarium mehrfach und zählen die Fische auf den Fotos.
 

Insgesamt hat sich die Anzahl der Individuen und Tierarten planmäßig weiter reduziert. „Der Zoo Hoyerswerda ist weiterhin bestrebt, die Anzahl der Tiere sinnvoll zu reduzieren, um denverbleibenden Tieren mehr Platz bieten zu können“, erläutert Dr. Kathrin Kaltwaßer weiter. So wurde im Jahr 2015 die Alpakagruppe abgegeben, um für die Esel eine neues Gehege zu bauen. Auch die Bennettkängurus werden eine neue größere und zum Teil für die Besucher begehbare Anlage bekommen.

 

Der Zoo Hoyerswerda konnte letztes Jahr auch neue Bewohner begrüßen, so die Springtamarine, Armurleoparden, eine neue Erdmännchenfamilie oder neue Hühnerrassen für den Hühnerhof (Thüringer Barthühner). Nachwuchs gab es unter anderem bei den Mandschurenkranichen, Humboldtpinguinen, Bennettkängurus und dem Südlichen Orienthornvögeln. Für großes Gewusel auf ihrer neuen Anlage sorgten die sechs Jungtiere bei den Erdmännchen im Frühjahr und Sommer. Die dadurch auch ihre eigene Einweihungsparty im Mai verpassten.

 

Im Jahr 2015 begrüßten Zoo und Schloss Hoyerswerda insgesamt 119.782 Besucher. Ein leichter Rückgang von 3,3 Prozent zum Vorjahr. Der wohl durch die extremen Wetterbedingungen letztes Jahr zu begründen ist.

 

GESAMTBESTAND (ohne Futtertiere)                                                                       

1165* Individuen in 100 Arten bzw. Haustierrassen,davon:                  

 (Vorjahreswert: 838 / 115 Arten bzw.Haustierrassen)             

 * Im Jahr 2014 wurden Insekten wie z. B. Stabheuschrecken als eine Gruppe erfasst. 2015 wurde durch die Verwendung einer neuen Tierbestandssoftware wieder die tatsächliche Individuenzahl der Gruppe erfasst. Hierdurch hat sich die Anzahl der Gesamtindividuen deutlich erhöht. Nach alter Zählweise ergeben sich für 2015 insgesamt 747Individuen.               

                                                  

 

Individuen

% Indiv

Arten/ Rassen

% Arten / Rassen

Wirbellose

427

38%

7

8%

Fische

418

37%

3

3%

Amphibien

34

3%

2

2%

Reptilen

40

2%

20

19%

Vögel

106

8%

34

31%

Säugetiere

140

12%

34

37%

Übrigens: Das älteste Tier im Zoo Hoyerswerda ist die Galápagos-Riesenschildkröte Jolante mit 56 Jahren.

 

 Mit Harke und Schaufel  

 

7. November 2015: Es war wieder mal Herbstputz im Zoo. Trotz des nass-kalten Wetters waren 20 Mitglieder des Vereins und Freunde des Zoos dabei. Es wurde Laub zusammengeharkt und abgefahren, die Erdmännchen-Anlage in Ordnung gebracht, und auch die Maras staunten nicht schlecht, als auch in ihrem Gehege fleißige Helfer Arbeiten ausführten.  

Herbstputz im Zoo


1  

  

 

 

Neue Bewohner im Zoo  

 

22. Oktober 2015: Im Zoo Hoyerswerda sind sechs neue Bewohner eingezogen.Aus dem Tierpark Chemnitz sind zwei Springtamarine zu sehen. Sie leben nun in der Anlage der Schwarzpinseläffchen direkt hinter den Pinguinen. Das Affenpärchen kam im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht Programmes (EEP) aus dem Tierpark Chemnitz in den Zoo Hoyerswerda.Springtamarine gehören zur Familie der Krallenaffen und stammen aus Südamerika. Wie alle Krallenaffen leben sie in kleinen Familienverbänden mit einem dominanten Männchen. Allerdings nehmen Springtamarine innerhalb der Krallenaffen eine Sonderrolle ein, denn anders als alle anderen Vertreter dieser Gruppe gebären sie keine zweieiigen Zwillinge, sondern Einzelkinder. Durch illegalen Haustierhandel und Lebensraumverluste sind die kleinen schwarzen Äffchen in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet inzwischen bedroht. Der Name Springtamarin ist bei ihnen übrigens Programm; die kleinen Kerlchen bevorzugen senkrechte Äste, von denen sie mit ihren kräftigen Hinterbeinen abspringen und dabei problemlos Distanzen von vier Metern überwinden können. Springtamarine können ein Alter von bis zu 18 Jahren erreichen.

 

Ebenfalls aus dem Raum Chemnitz kamen vier Thüringer Barthühner von einem Privatzüchter nach Hoyerswerda. Die genügsame, zutrauliche und sehr widerstandsfähige Landhuhnrasse fällt mit ihrem braun-weiß-geschecktem Gefieder auch richtig auf. Ihren Namen verdanken sie einem Federbart, der bei beiden Geschlechtern Kehle und Backen bedeckt. Die auffälligen Federn sind eine Anpassung an das raue Mittelgebirgsklima und dienen als Schutz gegen den rauen Winterwind. Die Anschaffung dieser bedrohten Haushuhn Rasse ermöglichte der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. durch Übernahme der Anschaffungskosten.

 

Auf dem Hühnerhof im Zoo Hoyerswerda leben nun die beiden bodenständigen Haushuhn Rassen „Thüringer Barthuhn“ und „Australorps“ in direkter Nachbarschaft mit den etwas ausgefalleneren Seidenhühnern. Durch die Haltung von selten gewordenen alten Haustierrassen im Hühnerhof, möchte der Zoo Hoyerswerda auf diese interessanten Rassen aufmerksam machen. Wer sehen möchte, wie die Stammform aller Haushühner aussieht, der sollte sich die Bankivahühner in der Fasanerie im Zoo Hoyerswerda ansehen.

 

 

Krokodilnachwuchs geht nach England

 

6. Oktober 2015: Die drei noch verbliebenen jungen kubanischen Rautenkrokodile aus dem Zoo Hoyerswerda werden Engländer. Theophil, Fidelio und Diego finden erst einmal gemeinsam ein neues zu Hause im Krokodil Zoo in England (Crocodiles of the World). Später allerdings, geht eins der drei Jungtiere direkt zum Zuchtbuchführer im Paignton Zoo Environmental Park.Nach dem erstmaligen Zuchterfolg im Jahr 2013 wurden die jungen Krokodile nun in Absprache mit dem Koordinator des Zuchtbuches abgegeben. Eine Haltung gemeinsam mit den Eltern wäre nicht möglich gewesen, da diese ihre Jungtiere schlichtweg für Futter halten würden. Bereits im Februar verließen den Zoo Hoyerswerda drei Jungkrokodile. Diese wurden an das Terrarium Brandenburg, das sich auf Reptilien aller Art spezialisiert hat, abgegeben.Die nun nach Abgabe der verbliebenen Jungtiere freigewordene Vitrine im Tropenhaus, wird wieder von ihren vorherigen Mietern, den drei Wasseragamen, bewohnt.

 

Im Zuchtprogramm gibt es bisher kaum Männchen. Da die sechs männlichen Jungtiere des Zoos Hoyerswerdas eine direkte Abstammung aus Kuba aufweisen können, sind sie für das Zuchtprogramm besonders interessant. Aus diesem Grund wurde gemeinsam mit dem Koordinator entschieden, wo die Jungtiere zukünftig leben sollten. „Wir sind froh mit Crocodiles of the World und dem Paignton Zoo so erfahrene Halter für unseren Krokodilnachwuchs gefunden zu haben.“, äußerte sich Zookuratorin Dr. Kathrin Kaltwaßer. „Und wir freuen uns natürlich, dass wir mit unseren Jungtieren einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Zuchtprogrammes leisten konnten.“

 

Im Juli und August 2013 waren die sechs männlichen kubanischen Rautenkrokodile im Zoo Hoyerswerda geschlüpft. Das erst Mal überhaupt, dass eine Zucht der seltenen Rautenkrokodile in Deutschland geglückt ist. Frisch geschlüpft wogen die kleinen Echsen zwischen 55 und 70 Gramm und waren 18 bis 22 Zentimeter lang. Die Eltern der sechs männlichen kubanischen Rautenkrokodile „Jaco“ und „Primos“ stammen direkt aus Kuba und leben seit 1986 im Zoo Hoyerswerda. Die beiden über drei Meter langen und ca. 36 Jahre alten Krokodile zählen zu den Besucherlieblingen im Tropenhaus. 

 

Kuba-Krokodile gehören zu den am stärksten gefährdeten Krokodilarten weltweit. Man findet sie nur noch in zwei Süßwasser Sumpfgebieten auf Kuba. Der gesamte Wildbestand wird derzeit auf etwa 4000 Tiere geschätzt. Die Art war früher einmal deutlich weiter verbreitet, aber Bejagung durch den Menschen und die Trockenlegung und Versalzung ihres Lebensraumes haben die Bestände dramatisch zurück gehen lassen.Anders als bei den meisten Tierarten wird das Geschlecht von Krokodilen nicht genetisch festgelegt, sondern hängt von der Umgebungstemperatur der ersten Hälfte der Embryonalentwicklung ab. Bei höheren Temperaturen schlüpfen Männchen, bei niedrigeren Weibchen. Ist die Temperatur im Gelege nicht gleichmäßig kann es auch zu einer gemischten Geschwistergruppe kommen. Die Schwellentemperatur ist bei jeder Krokodilart etwas anders und zu den Rautenkrokodilen gibt es hier bisher noch nicht viele Daten. Im Zoo Hoyerswerda war der Brutapparat auf 28°C eingestellt, damit ist klar, dass bei dieser Schwellentemperatur durchgehend Männchen schlüpfen.
 

Krokodil Fidelio

 


Bildung als A und O

 

27. September 2015: Ein Erfahrungsaustausch in großer Familie war die Delegiertenversammlung der Gemeinschaft Deutscher Zooförderer (GDZ)  in Rostock. 27 Mitgliedsvereine aus ganz Deutschland beteiligten sich am letzten September-Wochenende daran. Auch der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda war vertreten, Schatzmeisterin Brigitte Trunte und Vorstandsmitglied Frank Grommisch nahmen daran teil. Hauptthema der Beratungen war: „Bildung im Zoo – Wie können die Zoofördervereine unterstützen?“

 

Bruno Hensel

Zoos seien ideale außerschulische Lernorte, erklärte Hans-Joachim Schreiber aus dem Ministerium Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Er bezeichnete die Vereine als wichtige und unverzichtbare Säulen für eine erfolgreiche Arbeit in den zoologischen Einrichtungen. Das unterstrichen auch Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt in der Hansestadt Rostock und Rostocks Zoo-Direktor Udo Nagel. „Bildung ist der Punkt, um den sich alles dreht.“

 

Über verschiedene Formen der Wissensvermittlung, die sich in der Praxis bewährt haben, referierten neben anderen die Rostocker Zoopädagogin Brunhilde Konradt, Dittmar Brandt von der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Zoologischen Gartens Rostock und Renate Ciesla, Projektleiterin der Akademie der Hauptstadtzoos in Berlin. Irmela Dorn aus Halle berichtete über die dortige Zoo-Kindergruppe, die sich im Laufe eines Jahres zu immerhin zehn zweistündigen Veranstaltungen mit unterschiedlichen Angeboten trifft.   

 

In der Delegiertenversammlung wurde auch ein Wechsel im Vorstand vollzogen. Die Mitglieder wählten Bruno Hensel aus Wuppertal zum neuen Vorsitzenden der GDZ. Er folgt auf Dieter Rollepatz aus Neuwied, der aus Altersgründen nicht wieder kandidierte. Dieter Rollepatz wurde wie vor Jahren sein Vorgänger Siegfried Stauche aus Leipzig einhellig zum Ehrenpräsidenten gewählt.

Große Anerkennung gab es für die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Zoologischen Gartens Rostock, die diese 16.Delegiertenversammlung der GDZ ausrichtete. Zum Besuchsprogramm gehörte auch eine Zoo-Visite. Dabei wurde das 2012 eröffnete Darwineum vorgestellt. Auch bei den Kattas (Foto unten) wurde Station gemacht.   

 

Die in Rostock gesammelten Erfahrungen werden in den nächsten Vorstandssitzungen der Hoyerswerdaer Zoofreunde ausgewertet. Der hiesige Verein gehört der GDZ seit über 20 Jahren an und hat seitdem etliche Anregungen der Gemeinschaft umsetzen können.