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Eckard Wiesenthal erklärt während derJahresmitgliederversammlung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda, wie die neue Bärenanlage einmal aussehen soll. 


Ein neuer Vorstand

4. Mai 2011: Der Verein der Zoofreunde hat einen neuen Vorstand. Die Wahl erfolgte in einer außerordentlichen Versammlung im Schloss. Vorsitzender bleibt Karsten Bormann, der den Verein nach dem Rücktritt von Thomas Gröbe amtierend führte. Als Stellvertreter steht ihm jetzt André Jakubetz zur Seite. Außerdem gehören dem Gremium an: Annemari Socher (Schriftführerin), Brigitte Trunte (Schatzmeisterin) sowie die Beisitzer Carmen Lötsch, Karl-Heinz Lepom, Bernd Pilopp, Karl-Heinz Seitz und Frank Grommisch. 64 Mitglieder hatten ihre Stimmen in einer geheimen Wahl abgegeben. In offener Abstimmung wurde über den Rechnungsprüfer abgestimmt. Christian Frank, einziger Bewerber, wurde in diesem Ehrenamt bestätigt. Karsten Bormann hob in seinem Schlusswort hervor, dass sich der neue Vorstand mit großem Verantwortungsbewusstsein den Aufgaben stellen werde und der Förderverein konsequent für das Wohl des Zoos einsetzen wird. Während der Auszählung der Stimmzettel hatte Zooleiterin Carmen Lötsch die Zeit genutzt, um über die geplante Entwicklung des Zoos zu informieren. Sie ging dabei neben anderem auf die Besucherzahlentwicklung (im vergangenen Jahr rund 115 000 Leute) und den Tierbestand ein.

Nach Abschluss der offiziellen Wahlversammlung informierte Herbert Schnabel über das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. In beeindruckenden Bildern stellte er vor allem die Vielfalt der Vogelwelt dar. So konnte er berichten, dass der Seeadler, der größte deutsche Greifvogel, hier sein Brutrevier hat. Schwer hat es derzeit der Eisvogel. Die vergangenen Winter mit starken Frösten und zugefrorenen Gewässern haben ihm zugesetzt, so dass der Bestand stark geschrumpft ist. Dank der Bemühungen der Mitarbeiter des Biosphärenreservats ist es neben anderem gelungen, dem Wiedehopf Brutstätten zu bieten.

Jahresmitgliederversammlung

Am 4. März 2011 hat die Jahresmitgliederversammlung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda im Schloss getagt:

Die Jahresmitgliederversammlung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda hat sich am  Freitagabend klar für den Bau einer neuen Bärenanlage ausgesprochen.  Die 72 anwesenden Vereinsmitglieder stimmten während der Beratung im Schloss dafür, dass der Förderverein die Kosten bis zu einer Obergrenze von 450 000 Euro übernimmt. Zuvor war mehrheitlich die Entscheidunggetroffen worden, dass einst für die Robbenanlage angelegte Geld für andere Bauvorhaben im Zoo Hoyerswerda zur Verfügung zu stellen, da sich der Bau einer Robbenanlage aufgrund der absehbaren Bau- und Betriebskosten nicht realisieren lässt. Vor der Abstimmung zur Bärenanlage hatte Planer Eckard Wiesenthal seine Vorstellungen zum Bauvorhaben in Hoyerswerda anhand von Skizzen und Bildern erläutert und Vorfreude geweckt auf den großzügigen Komplex, der möglichst bis zum Herbst zwischen Fischotteranlage und Schloss in Regie der StadtverwaltungHoyerswerda entstehen soll. Voraussetzung dafür ist, dass der Stadtrat hierfür seine Zustimmung gibt.

Von der Mitgliederversammlung einmütig akzeptiert wurden am Freitagabend auch der Tätigkeitsbericht des Vorstands und das Ergebnis der Buch- und Kassenprüfung. Zudem wurde der Vorstand für das Geschäftsjahr 2010 entlastet. Der amtierende Vorsitzende Karsten Bormann hatte in seiner Rückschau den Vereinsmitgliedern von einer Vielzahl von Aktivitäten in den vergangenen Monaten berichtet. Dazu gehörten der Frühjahrsputz im April, an dem sich 17 Mitglieder und zwei Zoo-Mitarbeiter beteiligten, und der Herbstputz im November (15 Mitglieder und dreiZoo-Mitarbeiter), die Rad- und Kremsertour im Mai in das Dubringer Moor, der Stadtkindertag im Juni, bei dem der Verein das Eintrittsgeld für die Mädchen und Jungen bezahlte, und der Vereinsausflug im September in das königlich-sächsische Wildgehege Moritzburg. Der Förderverein unterstützte den Zoo bei der Instandsetzung des Hauses für die Schwarzpinselaffen mit 5 000 Euro.

Während der Jahresmitgliederversammlung wurde Thomas Gröbe für seine engagierte und erfolgreiche Arbeit als Vereinsvorsitzender über mehr als acht Jahre bis zu seinem Rücktritt im September 2010 gedankt.  (SeineBeweggründe für diesen Schritt hatte er den Mitgliedern seinerzeit  in einem ausführlichen Schreiben erläutert.) Danksagte der amtierende Vorsitzende auch allen Sponsoren, Spendern und Unterstützern, die damit ihre Verbundenheit mit dem Zoo Hoyerswerda bekundeten.

Die ursprünglich geplante Wahl des Vorstands erfolgte am Freitag nicht. Der amtierendeVorsitzende Karsten Bormann hatte den Antrag gestellt, über das Führungsgremiumerst in etwa acht Wochen zu entschieden. Die Mitgliederversammlung folgte diesem Vorschlag mit großer Mehrheit, nachdem Karsten Bormann von einem an einen größeren Personenkreis in der Stadt verteilten anonymen Schreiben berichtete, das neben anderem abwertende Äußerungen gegen ihn enthielt. Worauf er sich, wie andere Vorstandsmitglieder bzw. potentielle Kandidaten auch, die Frage stellten, ob unter diesen Bedingungen eine weitere Mitarbeit im Vorstand möglich ist. Karsten Bormann erklärte: „Besonders trifft mich die Art und Weise der anonymen, persönlich angreifenden Kritik. Es gab viele andere Möglichkeiten, sich zu Problemen zu äußern und das Gespräch zu suchen.“ Scharf kritisiert wurde der anonyme Brief auch von Bürgermeister Thomas Delling und Stadtratsmitglied Margitta Albrecht. Sie sprachen die Hoffnung aus, dass sich Karsten Bormann  durch so ein Schreiben nicht entmutigen lässt und sich weiterhin für den Förderverein engagiert. Karsten Bormann hatte auf die große Verantwortung verwiesen. „Verantwortung für alles zu übernehmen, auch einmal unangenehme Dinge durchzusetzen, bisher immerso Gemachtes zu hinterfragen – das ist nicht immer populär. Das intensive Gespräch mit den Vereinsfreunden ist dabei ebenso wichtig wie der Kontakt zuden Verantwortlichen unseres Zoos. Da waren in den vergangenen Monaten die Gemeinnützigkeit des Vereins zu sichern, eine Satzungsänderungen herbeizuführen(außerordentliche Mitgliederversammlung im Dezember) und vor allem die Mitarbeit an der inhaltlichen und organisatorischen Ausrichtung unseres Zoos erforderlich, um sein Fortbestehen für noch viele Generationen zu sichern. Unsere Arbeit als Förderer des Zoos ist da ein wichtiger Punkt, und der Vorstand steht dabei immer im Zentrum des Geschehens. Ohne eine rückhaltloseUnterstützung der vielen engagierten Vereinsmitglieder geht das aber nicht.“

Dem Vereinder Zoofreunde Hoyerswerda, der im September 20 Jahre besteht, gehören derzeit 270 Mitglieder an.




Vereinsvorsitzender Thomas Gröbe trägt während der Jahresmitgliederversammlung am Mittwoch, 3. März 2010, im Schloss den Tätigkeitsbericht vor.


Am 3. März  2010 fand im Schloss Hoyerswerda die Jahresmitgliederversammlung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda statt. Der Tätigkeitsbericht des Vorstands wurde vom Vereinsvorsitzenden Thomas Gröbe vorgetragen.

Sehr geehrte Damen und Herren! 

Im Jahr 2009 besuchten 153 220 Bürger und Gäste der Stadt den Zoo in Hoyerswerda (2008 - 182 164). Damit ist das Besucheraufkommen um 28 944 Besucher gegenüber dem Jahr 2008 gesunken und mit 19 764 mehr als im Jahr 2007. Es ist ein gutes Ergebnis. 2008 gab es die Tigerdrillinge, 2009 dafür das Jubiläum 50 Jahre. Die Zahl der Besucher zeigt erneut, welche große Rolle unser Zoo in der Kulturlandschaft einnimmt und welches starke Interesse an dieser Einrichtung, die an 365 Tagen im Jahr geöffnet ist, besteht. Uns, die Zoofreunde, erfüllt das mit Stolz. Denn unser Anteil am Erfolg ist immens auch bei der Anzahl der Besucher. Vereinsfreunde und die Zooschule, die treuen und immer aktiven Partner Nr. 1 des Zoos, trugen zusammen mit allein 28 862 Besuchern (fast 18 %) auch in diesem Jahr ganz deutlich zur guten Bilanz für den Zoo bei.

Zur guten Besucherbilanz trugen aber auch unsere Initiativen zum Stadtkindertag und Tiergartenfest bei. Nicht zu vergessen, zum Stadtfest letztes Jahr gab es freien Eintritt in den Zoo. 


Bevor ich zu weiteren Punkten berichten werde, möchte ich den verstorbenen Mitgliedern Ingeborg Schade, Bernd Nitzsche, Manfred Gaulke, H. Ackermann gedenken. Aber auch Werner Gertler, ein guter Freund unseres Vereins.

Unser ältestes Mitglied, Else Schulz, wird in der kommenden Woche ihren 97. Geburtstag begehen. Einen herzlichen Gruß an sie von dieser Stelle aus. 

 
Vereinsleben/Veranstaltungen 2009


 
Zum Anfang des Jahres 2009 waren 259 Mitglieder in unserem Verein.
Wir konnten Mitglieder gewinnen. Aktuell haben wir 256 Mitglieder. Das Durchschnittsalter beträgt 63 Jahre und staffelt sich von 11 Jahre bis 97 Jahre. 

50 Jahre Zoo Hoyerswerda, das war das Motto des vergangenen Jahres. 50 Jahre Zoo Hoyerswerda waren Anlass, dass der Vorstand schon die Monate ab Oktober des Jahres 2008 nutzte, um Ideen zu sammeln, die das Festjahr seitens des Vereins unterstützen. Unsere Ideen und Vorschläge, unter anderem Bildung einer Arbeitsgruppe „50 Jahre“ mit vielen Partnern, Pressearbeit zu 50 Jahre Zoogeschichte, Fotosammlungen und Ausstellungen, entsprechende Gestaltung des Zooschultages, Spaziergang zur Kunst im Zoo und vieles mehr wurden dem Zoo schriftlich übergeben und fanden Aufnahme in den Arbeitsplan 2009. Dass unsere Ideen ganz gut waren, zeigt sich darin, dass viele umgesetzt wurden. Der Arbeitsplan wurde allen Vorstandsmitgliedern und Beisitzern ausgereicht, somit auch automatisch der Zooleitung. Sie erinnern sich, es war einer meiner Vorschläge, dass der amtierende Zoodirektor auch immer einen Beisitzerposten im Vorstand inne haben soll. Das soll kurze Wege sichern. 

Das Jubiläumsjahr 2009 wurde mit einer gemeinsamen Plakat-Aktion von Stadt, Zoo und Verein am Neujahrsmorgen eingeleitet. Gemeinsam mit den Stadträten und Vereinsmitgliedern Michael Ratzing und Frank Hirche spannten wir bei extremen Minusgraden das Plakat am Zooeingang.  

Beschlossen hatten wir im Arbeitsplan, einen originellen Spendentrichter zu bestellen, wie er in vielen Zoos und Freizeiteinrichtungen fast schon Standard ist. Er wurde im Januar letzten Jahres bestellt. Anfang dieses Jahres haben wir aber die Bestellung storniert, da der Zoo bereits vorher ohne unser Wissen einen eigenen bestellt hatte.  

Den Markt der Möglichkeiten im Februar gestalteten wir gemeinsam mit der Kinder- und Jugendfarm, auch der Zoo war am Stand vertreten. Der Markt war weniger besucht als in den Vorjahren. Das zeigt auch, wie es immer schwerer wird, mit ehrenamtlicher Arbeit Bürgerinteresse zu gewinnen. Und jeder, der sich intensiv mit unserer Stadt Hoyerswerda auseinandersetzt, weiß auch um die vielen sozialen Schwierigkeiten. Umso mehr Gründe, das Ehrenamt zu fördern und zu unterstützen, Hilfe anzunehmen.

Unser ältestes Mitglied Frau Else Schulz feierte im März ihren 96. Geburtstag. Mitglieder des Vorstandes und auch Dr. Jorga waren zu einer kleinen Feier erschienen. 

Am ersten Mittwoch des März fand traditionell unsere Jahreshauptversammlung statt. Der Vereinsvorstand zog Bilanz 2008, konnte wiederum auf ein erfolgreiches Jahr verweisen. Für den gemütlichen Teil sorgten traditionell ein Imbiss und ein toller Vortrag. Ich war froh, Jana Schellenberg gewonnen zu haben, die uns mit ihrem tollen Vortrag in die Welt der Lausitzer Wölfe entführte. Besonderer Gast war Landrat Michael Harig, der unsere Vereinsarbeit besonders würdigte. Ich gab an diesem Tag verhalten einige Sorgen zur Zusammenarbeit Verein mit Zoo bekannt. Und bekräftigte dabei wiederholt deutlich den Willen zur Zusammenarbeit von unserer Seite aus. Es war notwendig und richtig, wie es sich in der Folge herausstellte. 

Ende März fand in Berlin die 12. Tagung der Europäischen Zooförderer statt. 
 
Wir haben 18 Vereinsjahre hinter uns. Unser Ziel waren 18 realisierte Projekte, davon 16 Jahre auch immer „anfassbar“ umgesetzt. Im 17. Jahr ein Geldzuschuss für die Entschlammung des Wasservogelteichs, im letzten Jahr haben wir einen geldlichen Zuschuss zum Zookonzept beschlossen. Das war nicht richtig befriedigend. Deshalb initiierte ich die Idee, wieder einen Frühjahrsputz durchzuführen. Dieser fand am 25. April statt, fast 30 Mitglieder bzw. Zoofreunde waren da. Und wir haben richtig was geschafft. 

Am 30. April 2009 wurde durch die Firma Veolia das Gründach der Fischotteranlage neu gestaltet. Ein Teil der Leistung wurde durch die Firma Veolia durch Sponsoring übernommen, die Restzahlung wurde durch den Verein übernommen.

Eine großartige Veranstaltung war einmal mehr der Zooschultag im Mai. Durch das CSB mit Kinder- und Jugendfarm sowie Zooschule als Hauptorganisator vorbereitet, fanden über 200 Kinder in den Zoo. Als Verein unterstützten wir die Veranstaltung mit finanziellen Mitteln und Sachpreisen. Zu diesem Tag wurden neue Traditionen eingeführt, das Pflanzen des „Baum des Jahres“, dieses Jahr der Bergahorn, dazu eine Informationstafel und weiter eine Informationstafel zum „Vogel des Jahres“, dieses Jahr der Eisvogel. Wir unterstützen damit eines der wichtigen Ziele der deutschen Zoos, die enge Verbindung zur einheimischen Fauna und Flora. Die Kosten für den ersten Baum habe ich persönlich übernommen.

Die diesjährige Kremserfahrt führte zur Krabatmühle Schwarzkollm. Das anfangs noch regnerische Wetter besserte sich zum Glück. Der Zwischenstopp bei Schmalzstullen, Bier und Mineralwasser linderte die Strapazen. Einen herzlichen Dank an Herrn Simon, Frau Kocksch und Viktor Strzodka und die weiteren vielen Helfer bei der Tour. Und ein herzliches Erinnern an Werner Gertler für die musikalische Begleitung auf dem Akkordeon. 

2009 war das Jahr der Jubiläen. 50 Jahre Zoo, 20 Jahre Mauerfall, 60 Jahre Bundesrepublik, 100 Jahre Prof. Grzimek.

20 Jahre Mauerfall waren Anlass, auch mal über die ehemalige „Grenze“ in einen Zoo zu schauen. Schon seit einigen Jahren hatte ich mich mit dem Förderverein der Wilhelma Stuttgart dazu verständigt. Letztes Jahr war es endlich soweit. Wir besuchten den Zoo Stuttgart, die Wilhelma. Empfangen vom Zootierarzt Herrn Dr. Rietschel, Nachfahre jenes berühmten Kunst-Rietschels (Königsbrück), führten uns dann die Stuttgarter Vereinsfreunde durch ihren Zoo. Höhepunkt war die Fütterung der Elefanten. Jeder konnte diese sehr persönliche Erfahrung mit diesen großen und irgendwie sehr „menschlichen“ Tieren machen. Ja und es gab noch viel mehr zu sehen. Die Altstadt und das Mercedes Benz Museum waren weitere Höhepunkte. Ich selber nahm mir mit der Familie noch Zeit, das brandneue Porsche-Museum zu besuchen. Ein ganz anderes Museumskonzept als bei Mercedes, aber auch unbedingt zu empfehlen. Ein herzliches Dankeschön für diese Reise zuerst an unser Vereinsmitglied Christa Glauch, weiter an "Land & Leute" und das Mercedes-Haus in Hoyerswerda. Bei der etwas langen Busfahrt konnte man sehen, wie schön, wie sauber, wie grün und hoch entwickelt eigentlich Deutschland ist und wie stolz wir darauf sein können, was in den vergangenen 20 Jahren neu entstand. Mir persönlich ging es jedenfalls so, denn selten habe ich Gelegenheit, das Land aus dieser Busperspektive und vor allem mit dieser Ruhe zu sehen. Ich vergleiche die Bilder immer mit den vielen Ländern, vor allem auch Osteuropas, die ich bereiste.

100 Jahre Prof. Grzimek waren Anlass einer Buchlesung im „Jambo“. Ich hätte mir gut vorstellen können, einen zu beteiligen, der viel erzählen kann. Dr. Jorga wurde schließlich Zoologe, weil er als Kind schon Prof. Grzimek begegnete und ihn auch später immer wieder persönlich treffen konnte. Ich schlage dem Zoo vor, in diesem Jahr die Chance anlässlich 100 Jahre Professor Dathe zu ergreifen und Dr. Jorga als lebendigen Zeitzeugen zu gewinnen. In dem Zusammenhang ein kleiner Tipp von mir. Die ARDEA Nr. 13. Ein phantastischer Bericht über Afrikas Tierwelt von Dr. Jorga. Noch sind mehrere Exemplare an der Zookasse erhältlich. 

Der Juni war ein Marathon an Festivitäten im Zoo. Wie jedes Jahr. Auftakt der Stadtkindertag im Zoo am 1. Juni. Eine Tradition, die nicht nur unsere kleinen und großen Bewohner anlockt. Nein, er hat sich inzwischen als regionales Ereignis etabliert und ist ein absoluter Imagegewinn für den Zoo im Lausitzer Seenland. Fast 7 000 Besucher an einem Tag, davon 3 500 lachende, glückliche Kinder. Wann gab es das zuletzt in den vergangenen Jahren? Ausschlaggebend für den Erfolg war auch unsere Entscheidung, den Kindern freien Eintritt zu ermöglichen. Dazu habe ich mich schon sehr früh mit dem zuständigen Bürgermeister verständigt. Und ich konnte schnell Sponsoren finden, die sofort für diesen wunderbaren Zweck bereit waren, das Eintrittsgeld der Kinder zu tragen. Dadurch konnten viele, vor allem kinderreiche Familien, den Zoo einmal besuchen. Kinder, die sonst kaum die Chance haben, unseren Zoo Hoyerswerda zu sehen. Es ist eine wichtige soziale Verpflichtung, die wir als Vereine haben. Und diese ist genauso, nein oft wichtiger, als eine Palette bezahlter Ziegel für einen Gehegeanbau. Leider vertreten nicht alle diese Einstellung.

Am 23. Juni 2009 hatte der Verein Besuch von Frau und Herr Fiedler aus Saalburg-Ebersdorf. Sie haben ihre elterlichen Wurzeln nahe Niesky und weilten seit langem wieder einmal in der alten Heimat. Große Überraschung, sie schenkten uns zwei originelle „Geräte“, mit denen man auf lustige und interessante Art kleine Geldspenden sammeln kann. Noch mal ein herzliches Dankeschön an die beiden Zoofreunde von fern. Übrigens ist unsere Schatzmeisterin Ramona Hanke beim „Googeln“ auf diese Zoofreunde gestoßen.

Im Juni „retteten“ wir das Schülerprojekt einer Gruppe der 11er des Leon-Foucault-Gymnasiums. Unser Vorstandsmitglied Ulrike Müller gab vorab die Idee zu einem Wissenspfad für Kinder im Zoo Hoyerswerda. Die Schülergruppe entwickelte in der Folge daraus die so genannte „Zoorallye“. An ausgesuchten zehn Stationen gibt es interessante Informationen zu den Tieren und es sind Fragen zu beantworten. D.h. den Text der Tafeln gut lesen und manchmal auch einfach gut nachdenken. Das Ganze war ganz einfach super und schon fast professionell gestaltet. Der Testlauf mit den 5ern vom Gymnasium war erfolgreich. Der Auftakt fand am 24. Juni 2009 im Beisein des Bürgermeisters Herrn Delling statt. Übrigens, jeder Besucher kann sich an der Zookasse die Utensilien ausreichen lassen. Die Schüler erhielten für ihr Projekt die Note eins und ein dickes Lob von ihrem Direktor Uwe Blazejczyk.

Das 34. Tiergartenfest nutzten wir, um an unserem gemeinsamen Stand mit der Kinder- und Jugendfarm sowie der Zooschule die Besucher zum Zoo Hoyerswerda zu befragen. Das Ganze haben wir mit einer Tombola verknüpft, was die Sache noch mal erleichterte. Vorab gaben wir die Aktion über die Presse und Funk bekannt und lockten damit sehr viele zusätzliche Besucher zum Fest in den Zoo. Die Fragebögen hat unsere Praktikantin Jennifer Nickel erarbeitet. Es gab Fragebögen für Jung und Alt. Zeitweise platzte der Stand aus allen Nähten, solch einen gewaltigen Andrang gab es. Die Frageaktion führte unsere Praktikantin in den folgenden Wochen weiter. Die Ergebnisse sollen zusammengefasst dann der Stadtverwaltung für das Zookonzept übergeben werden. Der Verein unterstützte das Tiergartenfest mit der Übernahme der Kosten für das Kinderland Böhm sowie mit weiteren Geldmitteln in Höhe von 2 700 €. Ein herzliches Dankeschön für die Standbetreuung an die Vereinsmitglieder und Helfer Frau Lehmann, Frau Müller, Frau Nickel, Frau Jäger, Herr Strzodka, Herr Bormann, Herr Barthel und Frau Semjank. 

Noch mal zu den Fragebögen an diesem Tag und den folgenden Wochen. Über 130 beantwortete Bögen innerhalb von sechs Stunden, davon 120 Antworten zum Lieblingstier sahen insgesamt die Löwen gleichauf mit den Tigern, gefolgt von den Affen, Erdmännchen und Pinguinen. Bei den Kindern waren die Löwen die klaren Favoriten vor den Tigern, Steinadlern und Affen. Bei den Erwachsenen waren die Tiger vorn, vor den Affen und Erdmännchen. Einen herzlichen Dank von uns an die große und vor allem freundliche Bereitschaft der Festbesucher, uns die Fragen zu beantworten. Gleichzeitig noch mal ein großes Dankeschön an die Sponsoren der Tombola, die Ostsächsische Sparkasse Dresden und das Fahrradhaus Wiesner, die unsere Aktion sofort unterstützten und damit zu einem gelungenen Festtag im Zoo beitrugen. 

Im Juni weilte einmal mehr eine kleine Gruppe von Kindern aus der Tschernobyl-Region in Hoyerswerda. Der Tschernobyl-Verein organisiert diese Besuche jeweils im Sommer seit über 15 Jahren. Auch meine Familie nahm wiederholt ein Kind auf. Auf Bitte eines Zoofreundes sponserte ich die Kosten für den Zoobesuch der kleinen Gruppe. Früher war es der Zooleitung eine angenehme Aufgabe, die Gäste kostenlos im Zoo begrüßen zu können. Im letzten Jahr klappte das nicht.  

Zum Festwochenende 50 Jahre Zoo Hoyerswerda vom 4. bis zum 6. September 2009 überreichten wir an den Zoo einen Gutschein für den Kauf eines „Lachenden Hans“. Am Donnerstag vor dem Festwochenende wurde das Kunstwerk „Die Schlange“ vom Künstler Steffen Kern am Kudu-Haus eingeweiht. Wir unterstützen diese Aktion, welche auch vom Kunstverein mitgetragen wurde. Auch rechtzeitig zum Wochenende gestalteten der Traditionsverein „Glückauf-Schwarze Pumpe“ die Stadt Hoyerswerda und unser Verein gemeinsam eine Festzeitung zum Jubiläum des Zoos. Jedes Vereinsmitglied erhielt ein Exemplar. Letztere beiden Aktionen zeigen einmal mehr die gute Zusammenarbeit zwischen und mit den Vereinen unserer Stadt.  

Anfang Oktober brannte der Pferdestall auf der Kinder- und Jugendfarm ab. Ein tragischer Unglücksfall, dem aber eine große Welle der Anteilnahme und Spendenbereitschaft folgte. 

Im Oktober führte mich ein Bummel gemeinsam mit einer Gruppe von Lehrern im Ruhestand in den Zoo. Hier wurde vor allem die Arbeit unseres Vereins, sichtbar an vielen Bauten und Gehegen, vorgestellt. Die Spende, die als Dankeschön dafür kam, ist für die Jugendfarm gedacht. Auch wir als Verein riefen zur Unterstützung der Kinder- und Jugendfarm auf. Bisher sind 1 155 € an Spenden eingegangen. Heute soll noch etwas dazukommen. Ich weiß, einige von Ihnen haben auch ganz privat der Farm Hilfe geleistet. Stellvertretend ein großes Dankeschön an dieser Stelle dafür. Ich selbst unterstütze mit meinem Büro kostenlos die gesamte Planung und Überwachung des Ersatzneubaus.

Liebe Vereinsfreunde! Es wurde oft nach dem Poloshirt des Vereins nachgefragt. Der Vorstand hat die vielen Nachfragen aufgegriffen und es sind mehrere Exemplare vorhanden. Erste wurden beim Zoofest verkauft. Sie können weiterhin bei Frau Müller im Vereinsbüro nach Absprache gekauft werden. Bitte jetzt auch den Wünschen nachkommen, damit der Verein hier nicht auf den Kosten sitzen bleibt.

Tätigkeit des Vorstands

Der Vorstand des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. führte drei Vorstandssitzungen (am 22.01.2009, 19.03.2009 und 05.05.2009) durch. An dieser Stelle danke ich allen Vorstandsmitgliedern und unserem Ehrenvorsitzenden Viktor Strzodka für ihre verantwortungsvolle Arbeit. Ein besonderer Dank geht zusätzlich an Ulrike Müller als Schriftführerin, Ramona Hanke als Schatzmeisterin sowie an Christa Glauch. 

Eine Gespräch gemeinsam mit dem Oberbürgermeister fand am 2. September 2009 statt.
Zur Vorstellung des Zookonzeptes wurden am 27. Oktober 2009 ausgewählte aktive Mitglieder eingeladen.  

Einen besonderen Dank möchte ich auch an Frank Grommisch aussprechen, der unsere wirklich gelungene Internetseite erstellt hat und diese ständig aktualisiert. Derzeit zählt die Seite 3 794 Besucher.

Tätigkeit in Organisationen der Zooförderer

Wir sind Mitglied in der Organisation Europäischer Zooförderer und in der Gemeinschaft der Deutschen Zooförderer. Vom 26. bis zum 29. März 2009 fand die 12. Tagung der Gemeinschaft der Europäischen Zooförderer in Berlin statt. Als Delegierte nahmen  Frank Grommisch und Thomas Gröbe von unserem Verein teil. Beeindruckend war, welchen geachteten Stand die Berliner Zooförderer besitzen und das in der besonderen Situation der Verschmelzung beider großer Hauptstadtzoos. Wie sie richtungweisend diesen Prozess mitführen, welchen hohen Stellenwert Fördervereine haben und wie dankbar ihre Hilfe angenommen wird, unterstrich der Direktor beider Berliner Zoos, Dr. Blaszkiewitz, stellvertretend für den Großteil deutscher Zoodirektoren. Viele von Ihnen werden sich an Dr. Blaszkiewitz erinnern. Vor einigen Jahren konnten wir ihn über Dr. Jorga für einen Vortrag bei einer unserer Jahreshauptversammlungen gewinnen.


Bautätigkeit 2009

Wir unterstützen die Neuordnung der Dachbegrünung des Fischotterhauses und führten einen Frühjahrsputz durch. Der mit dem Zoo geplante Einsatz von drei Kombilohnkräften und einer MAE-Maßnahme wurde nicht ausgeführt. Wir bedauern es, haben das jedoch nicht zu vertreten. Im Gegenteil, wir hatten im Vorfeld sehr viel Arbeit in die Beantragungen investiert.

In der örtlichen Presse wurden Mängel an der Fischotteranlage benannt. Die Anlage selbst wird von den Besuchern immer wieder gelobt ob ihrer Attraktivität und Großzügigkeit. Ja, es gibt an der Anlage Mängel. Unser Arbeitsplan 2009 beinhaltete mehrere konkrete Arbeiten an der Fischotteranlage. Hinsichtlich Undichtheiten am Becken hat der Verein bereits zweimal hohe Reparaturkosten übernommen, um die Scheiben neu eindichten zu lassen. Trotz Hinweisen der Firma wurden hier bei den regelmäßigen Reinigungsarbeiten die Dichtungen zerstört. Es gibt darüber hinaus lokal kleine Haarrisse im Beton. Hier wurde bereits durch den Baubetrieb, welcher das Becken damals mit MAE-Kräften baute, nachgedichtet. Das stellte jedoch noch nicht das gewünschte Ergebnis ein. Der Baubetrieb bot auf seine Kosten eine Innenabdichtung an. Dazu gab es Fachtermine vor Ort. Der Zoodirektion ist diese prinzipielle Lösung seit Oktober 2008 bekannt. Dem Baubetrieb wurde bisher keine Gelegenheit gegeben, diese Arbeiten auszuführen. Das Becken wurde nach dem Ablassen und Reinigen jeweils umgehend neu befüllt. In Summe wurden insegsamt 14 702,88 € für Baumaßnahmen und Sponsoring-Veranstaltungen durch den Verein bereitgestellt.
 

Kinder- und Jugendarbeit

Wesentliche Aufgaben übernimmt für den Zoo und unseren Zooverein die benachbarte Kinder- und Jugendfarm des Christlich-Sozialen-Bildungs-Werkes. Die Erfolge der Einrichtung sind nicht zu übersehen. Besonders wichtig sind hier der Zooschultag und der Stadtkindertag, das Zoofest, der Besuch der Tschernobylkinder und die Feriengestaltungen. Ein großes Dankeschön für die geleistete Arbeit geht an Herrn Neunert, Herrn Leps, Herrn Barthel und natürlich Frau Semjank. Teil der Kinder- und Jugendarbeit war auch die Zoo-Rallye, die ich bereits nannte.


Sponsorentätigkeit

Unserem Verein sind im vergangenen Jahr Spenden in Höhe von etwa 8 433,76 € zugegangen.An Bußgeldzuwendungen sind unserem Verein Gelder in Höhe von insgesamt 3 050,00 € zugegangen. Zusätzlich sind ca. 1 500 € in Form von Sachspenden eingegangen. Unter anderem durch Sponsoring für den Baum des Jahres, die Reduzierung der Dachbegrünung durch die Firma Veolia sowie die Neugestaltung des Zoomobil durch die Firma Hanke. Es gibt Geldspenden an unseren Verein, die beruhen ganz einfach auf viel Glück, aber auch auf unserer Ausstrahlung. Aber sie erfordern auch ständiges Werben, eine Arbeit, die inzwischen fast nur noch meinerseits geführt wird. Hier appelliere ich an alle Mitglieder, sich hier viel mehr zu engagieren.

Von Herzen einen ganz großen Dank an dieser Stelle an alle Sponsoren, Spender und Helfer, die den Verein der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. unterstützten. Ohne ihre Hilfe und Zuwendungen wären die Leistungen unseres Vereines nicht in dem Umfang möglich gewesen.

Übrigens: Auf Anfrage der Stadtverwaltung im letzten Jahr hatten wir aktuell recherchiert. Allein seit 2004 haben wir als Verein den Zoo im Bereich Bau, Werkzeuge, Material etc.mit fast 90 000 € unterstützt. Zusätzlich konnte ich persönlich über 60 000 € Spenden einwerben. Nur damit war es möglich, die große Hilfe zu leisten, ohne das Robbenkonto zu belasten. Das Konto wurde gehalten und stetig mit Zinsen vermehrt. Allein bei der Fischotteranlage konnte ich fast 40 000 € Sponsorleistungen einwerben. Durch die Pflege einer guten Freundin des Zoos, überwies diese auch noch direkt 24 000 € an den Zoo und über diese hohen Geldbeträge hinaus kommen ja die großen Hilfen zu den vielen Veranstaltungen in Geldform, aber auch in Arbeitsleistung. Allein der damalige Arbeitseinsatz am Trampeltierhaus, viele von Ihnen waren dabei, wurde mit fast 3 000 € bewertet. 


Finanzen 2009

Es fanden halbjährlich Kassenprüfungen statt (16.02.2009 und 14.07.2009). Alle Kassenprüfungen ergaben keinerlei Beanstandungen. Dem Verein konnte ein sorgfältiger Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln bescheinigt werden. Seitens unseres Kassenprüfers Christian Frank wird im Anschluss an meinen Bericht kurz Rechenschaft abgelegt. Ich danke bereits an dieser Stelle unserer Schatzmeisterin Ramona Hanke für ihre fleißige und umsichtige Arbeit und natürlich Christian Frank für seine gewissenhafte Prüfungstätigkeit. 

Unser Finanzrevisor Herr Christian Frank von der Ostsächsischen Sparkasse beriet uns bei der Neuanlage des Sparens unserer Gelder. Damit ist das Geld erstens sicher angelegt, sind zweitens verhältnismäßig gute Zinsen gesichert und drittens ist der Verein arbeitsfähig um über einen höheren Betrag, auch sehr schnell verfügen zu können. Der ausführliche Finanzbericht ist beim Vereinsvorstand und beim Kassenprüfer einsehbar.  Durch das Finanzamt wurde uns Anfang dieses Jahres weiterhin die Gemeinnützigkeit bestätigt, ein sehr aufwendiges Verfahren, welches jeder Verein alle drei Jahre führen muss. Bei einem Verein unserer Größe besonders aufwendig. Entsprechend einer Empfehlung des Kassenprüfers wurde ein Steuerberater eingebunden.


Zusammenfassung der Arbeit im vergangenen Jahr

Das Jubiläumsjahr war ein erfolgreiches Jahr.Hier haben wir als Verein einen sehr großen Anteil. Wir unterstützten die Besucher starken „Veranstaltungsklassiker“ Zooschultag, Stadtkindertag, Tiergartenfest und das Festwochenende. Traditionell im Vereinsleben waren die Kremserfahrt, aber auch die jährliche Teilnahme am „Markt der Möglichkeiten“. Unsere Vereinsgröße konnte sich trotz immer weniger Einwohnern konstant mit durchschnittlich 250 Mitgliedern halten. Leider konnten wir den Bau der Robbenanlage noch nicht voranbringen. Ein besonderer Höhepunkt des Vereinslebens war der Ausflug in die Wilhelma nach Stuttgart.

Ich denke, das ist großen Lob wert. Dieser gebührt allen Mitgliedern, Freunden, Sponsoren und Helfern, insbesondere auch dem Vorstand, welchem ich an dieser Stelle herzlich für die erfolgreiche Arbeit danken möchte. Wir können auf ein erfolgreiches und erlebnisreiches Vereinsjahr 2009 zurückblicken.
 

Schwerpunkte 2010

Das Jahr 2010 wartet wieder mit einigen gemeinsamen Veranstaltungen. Auftakt war der Markt der Möglichkeiten. Hier fiel uns die geringere Besucherzahl der Veranstaltung auf.

Als Verein werden wir den Zoo Hoyerswerda unterstützen beim: Zooschultag; Stadtkindertag, 35. Tiergartenfest.

Geplant ist unsere Kremser- und Radtour am 29. Mai 2010.

Im September gibt es den Ausflug in den Wildtierpark Moritzburg. 

Der Arbeitsplan wurde in der Vorstandsitzung am 21. Januar 2010 diskutiert und abgestimmt. Wir fragten nach weiteren Aufgaben, bei denen der Verein helfen könne. Zooseitig wurden uns hier keine Aufgaben benannt.

Der Finanzplan sieht Ausgaben in Höhe von 25 750,00 € vor. Dem gegenüber sind Einnahmen in Höhe von 25 750,00 € geplant. Das würde einen ausgeglichenen Haushalt 2010 ergeben und entspricht den Zwecken der Gemeinnützigkeit.

Im Rahmen unserer Arbeit in der Gemeinschaft der Europäischen Zooförderer werden zwei bis drei Mitglieder an der 13. Tagung Ende September in Wien teilnehmen. Sie sehen, wichtige Aufgaben und ein reichhaltiges Vereinsleben im 19. Vereinsjahr erwarten uns auch 2010.

Mein größter Wunsch ist es, dass uns der Zoo viel deutlicher als den starken und zuverlässigen Partner sieht. Ich wünsche uns allen ein erfolgreiches Vereinsjahr 2010!
 

Aktuelles/Vorausschau

Im nächsten Jahr, im September 2011, wird der Verein sein 20-jähriges Bestehen begehen. Das Jubiläum muss mit einem Paukenschlag verknüpft sein. Damit meine ich ein Projekt, ein deutliches Zeichen in unserem Bürgerzoo. Unser Verein steht in der direkten Nachfolge der Erbauer des Zoos. Dazu einige Informationen und Gedanken aus dem Kenntnisstand, der mit zur Verfügung steht.

In der letzten Zeit las man ja das eine oder andere zum Zookonzept. Die Forderung nach einem aktuellen Konzept oder auch Aktualisierung der früheren Konzepte bestehen seit geraumer Zeit. Insbesondere auch von unserem Verein. Beginnend möchte ich zum Zookonzept folgendes sagen:

Als Verein haben wir auf Bitte der Stadtverwaltung eine finanzielle Förderung zum Konzept zugesagt. Uns wurde durch die Stadtverwaltung die Mitarbeit am Konzept zugesagt. Der mit der Bearbeitung betraute externe Fachplaner, das Büro Herr Wiesenthal hat bei uns erst mal einen guten Eindruck hinterlassen. Seinerseits gibt es auch durchaus Vorstellungen zu einer Zusammenarbeit mit dem Verein, die er als absolutes Muss sieht. Dank des zuständigen Bürgermeisters Herrn Delling war es möglich, dass einigen ausgewählten Mitgliedern des Vereins die ersten Ideen des Konzeptes im Oktober 2009 vorgestellt wurden. Es stieß bei uns auf Interesse und positive Resonanz. Gleiches ist zur Vorstellung des Konzeptes vergangene Woche im Stadtrat zu sagen. Ich konnte nach dem Vortrag im Stadtrat mit Herrn Wiesenthal noch einige wichtige Gedanken austauschen.

Hier nur kurz: Die Fischotteranlage wird von ihm als gut und funktionierend = „grün“ eingestuft, in seinem Vortrag war diese noch versehentlich gelb markiert. Ich wies darauf hin, dass die Bärenanlage am Schloss schon vor Jahren erwogen wurde, aber an Finanzierung, Sicherheit, Denkmal- und Umweltschutz scheiterte. Die Zoowiese muss im großen Bereich als Festwiese erhalten bleiben, da sie für viele Feste gebraucht wird, u.a. in diesem Jahr das 35. Tiergartenfest. Das war ihm noch nicht in dieser festen Größe bekannt. Wir vereinbarten eine stärkere Mitarbeit. Wir werden ihm auch eine Auswertung der Fragebögen zukommen lassen.

Zu früheren Konzepten an dieser Stelle einige Anmerkungen zu Geschichte und Inhalt: Es gibt eine Fortschreibung der Zookonzeption mit Arbeitsstand 2001 (Bearbeiter pb gröbe, Zoo, Stadtverwaltung Hoyerswerda), schrittweise wurde diese bis ca. Anfang 2003 ergänzt. Bekannt ist davor eine Art eine Entwicklungskonzeption, in 1994 erarbeitet (Zoo und Stadtverwaltung Hoyerswerda). Bekannt ist weiter ein Entwurf zu einer Entwicklungskonzeption 1996 bis 2001 (Zoo und Stadtverwaltung Hoyerswerda). In einer sehr frühen Konzeption war unter anderem eine Ausdehnung des Zoos bis auf das alte Stadtbadgelände vorgesehen. 

Ziel der Konzeption meines Büros von 2001 war nach entsprechenden Arbeitsgesprächen mit allen Beteiligten eine Bestandsaufnahme und ein baulicher und technischer Ausblick. Der Ausblick und die Entwicklung des Tierbestandes war ein eigener Aufgabenbereich des Zoos. Unser Konzept sollte dem Zoo, der Stadtverwaltung, den Partnern und Förderern des Zoo in entsprechenden Gremien als Arbeitsgrundlage dienen. Von früheren Konzepten sind oft nur textliche Aussagen bekannt, unser Konzept 2001 integrierte auch Pläne. An all die beteiligten Planer und Fachplaner (Bau, technische Anlagen, Vermessung), alle Büros in Hoyerswerda ansässig, wurden damals in Summe ca. 15 000 € einschließlich Mehrwertsteuer gezahlt. Dafür wurden Bestandsanalysen der Flächen und Bauten vorgenommen, der Zoo wurde aktuell vermessen und kartiert. Allgemeine Analysen zur Betriebsstruktur (Finanzen, Arbeitskräfte, Tiergesamtzahl) wurden durch den Zoo zugearbeitet. Es wurde eine Flächen- und Gehegestruktur vorgeschlagen, Prioritätenlisten für Maßnahmen in der baulichen und technischen Struktur abgeleitet. Es wurde empfohlen, das Konzept weiter zu verfolgen und in eine Form zu bringen, die Basis eines Stadtratsbeschlusses bilden könnte. Mein Konzept stellte ich persönlich auf dessen Einladung hin dem damaligen Oberbürgermeister Horst Dieter Brähmig und seinen damaligen Bürgermeistern Stefan Skora und Thomas Delling vor. Das Konzept stieß hier auf breite Zustimmung.

Nahezu alle genannten Punkte des Konzeptes haben an Aktualität nichts eingebüßt und finden sich auch im Konzept des jetzt beauftragten Büros weitestgehend bestätigt! Auszugweise einige Schwerpunkte:

  • Erhaltung als kulturelle Einrichtung Nr. 1 in der Stadt und jetzt auch im Landkreis
  • Grundlegende Orientierung an den vier klassischen Hauptaufgaben eines Zoos
  • Sicherung eines hohen Besucheraufkommens
  • Verbesserung der Flächenstruktur zugunsten von Gehegeflächen
  • Ausbildung einer besseren Rundwegesituation
  • Verkleinerung des Tierbestands
  • Vergesellschaftsprojekt für großflächige Gehege
  • Bewahrung eines interessanten und auch exotischen Tierbestands
  • Investitionen in die Gebäudestruktur
  • Optimierung der gesamten technischen Infrastruktur
  • Aufgeben der Funktionen in randlage
  • Konzentration des Wirtschaftsbetriebs in zentraler Lage
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Sozialbereiche
  • Verbesserung der Bewirtschaftung und Betreibung
  • Verbesserung der Vermarktung

Der Zoo wird künftig vor riesigen Herausforderungen stehen. Nicht nur er, alle freiwilligen Aufgaben in unserer Stadt. Sei es Kultur, Bildung und Sport. Ich denke, dabei werden den gemeinnützigen Vereine, auch uns, wichtige neue Rollen zukommen müssen, um diese Einrichtung halten zu können.

Im Zusammenhang mit dem aktuellen Zookonzept steht auch die Robbenanlage. In der früheren Prioritätenliste stand natürlich die Robbenanlage auf Nr. 1, auch weil hier mit den früheren Zusagen die Chancen einer Realisierung (Finanzen) nahe standen. Einen Spatenstich für eine Robbenanlage wird es auch in diesem Jahr nicht geben. Das Projekt ist aus heutiger Sicht in seiner Gesamtheit noch mal zu diskutieren. Hier geht es nicht nur um Finanzen. Dabei sehe ich auch die Haltungsbedingung dieser speziellen Tieren. Hier hat sich viel verändert, heute hat sich immer mehr die Salzwasserhaltung durchgesetzt, gegenüber der Chlorbehandlung. Letztere führte ja immer zu den trüben Augen bei den Tieren. Salzwasseranlagen sind aber sehr teuer. Dass heißt, dass muss heute bei den Errichterkosten bedacht werden. Wir allein als Verein können eine solche Anlage nicht bauen. Das war auch nie erklärtes Ziel. Wir können beitragen. Das Geld auf dem Robbenkonto können wir beisteuern. Aber die Restfinanzierung ist nach wie vor offen. Sicher sind auch Folgekosten ein Argument. Aber hier sehe ich ja viele Mehrbesucher als Ausgleich, was vor Jahren ja schon einmal Thema im Stadtrat war. 

Wir müssen in unserem Verein die weitere Verfahrensweise zur Robbenanlage abwägen und beschließen. In der Folge, und hier komme ich auf das Jubiläum im nächsten Jahr zurück, ist zu entscheiden, was für ein Projekt durch den Verein gefördert werden sollte. Es sollte zur Prioritätenliste des aktuellen Zookonzeptes passen. Ob es eine Bärenanlage ist, ein neuer Wirtschaftshof, oder was anderes, vielleicht auch Giraffen oder auch ein Alpenpanorama für die Steinböcke als Zooschaufenster an der Bundesstraße, hier im Ensemble mit der Kinder- und Jugendfarm…

Innerhalb des Vereins wird man in diesem Jahr, spätestens zur nächsten Jahreshauptversammlung, darauf zurückkommen müssen.

Liebe Freunde, ich habe vor fast 8 Jahren die Vereinsführung übernommen, insbesondere auch auf Bitte und in Würdigung der Leistungen von unserem Viktor Strzodka. Davor habe ich viele Jahre bereits im Vorstand gearbeitet. Über die Ergebnisse, die der Verein in dieser Zeit vorweisen kann, brauche ich nicht zu sprechen. Sie sprechen für sich. Wichtig dabei nach wie vor, der Zoo Hoyerswerda ist die Kultureinrichtung Nr. 1 in der Stadt, aber auch im neuen Landkreis, wie es auch unser Landrat Harig formulierte. Mehr ist, glaube ich, nicht zu sagen.
 
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit

Diskussion

An den Tätigkeitsbericht und dem Vorstellen des Ergebnisses der Buch- und Kassenprüfung  schloss sich eine sehr lebhafte Diskussion an. In ihr dominierten vor allem Standpunkte zu dem Zookonzept sowie Positionen zur seit Jahren geplanten Robbenanlage. Ob ihr Bau realisiert werden kann, soll in den nächsten Monaten in engem Kontakt mit allen Beteiligten entschieden werden. 

Beschlüsse

Während der Beratung am 3. März 2010 wurden von den nwesenden Mitgliedern folgende Entscheidungen einstimmig bzw. mehrheitlich beschlossen:

  • Tätigkeitsbericht des Vorstandes zum Geschäftsjahr 2009
  • Bericht zur Buch- und Kassenprüfung
  • Entlastung des Vorstandes für 2009 
  • Finanzplan und Aufgabenstellung 2010

Außerdem wurde abgestimmt über:  "Die Vertretungsmacht des Vorstands ist in der Weise begrenzt, dass für jedes Rechtsgeschäft ab 5 000 Euro (begrenzt auf 15 000 Euro im Jahr) die Zustimmung der Mitgliederversammlung erforderlich ist." Zudem wird der Paragraph 6, Anstrich i ergänzt: "Genehmigung des Haushaltsplans und Zustimmung zu jedem rechtsgeschäft des Vorstands ab 5 000 Euro (begrenzt auf 15 000 Euro im Jahr).

Außerdem wurde entschieden: "Die Kooptierung des Vereinsmitglieds Karsten Bormann in den Vorstand des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. in seiner Funktion als Stellvertreter des Vorsitzenden wird bestätigt."


Im Anschluss an die Jahresmitgliederversammlung referierte Zoodirektorin Dr. Monika Häfner zu "Zooeinrichtungen im Wandel der Zeit", wobei sie besonders auf die Hoyerswerdaer Einrichtung einging.